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Dienstag, 2. Oktober 2018

Wettkampf am Bimano Boulderfest 2018

Ja, macht der jetzt nur noch Wettkämpfe oder was?!? Weit gefehlt, auch wenn's nun zeitlich 2x kurz hintereinander war, so fröne ich weiterhin dem ganzen Spektrum vom Boulderwettkampf über sportliche MSL-Routen à la Eremit, sehr alpinen Kletterausflügen wie dem Ruchenpfeiler oder gar Mixed-Routen wie die Rubi Love. Halt einfach alles zu seiner Zeit. Verschiedene Gründe sprachen für das Bimano Boulderfest: kürzlich hatten wir diesen Ort besucht, weil mein Sohn nach der Konsultation von einigen Psicobloc-Videos diese Aktivität möglichst sofort auch praktizieren wollte. Nicht ganz einfach in der Schweiz, so dass wir uns aufs Klettern über dem Luftkissen im Bimano verlegten. Es ist natürlich nicht genau dasselbe, aber doch ein ähnliches Erlebnis, der 'Psico'-Faktor kommt rascher ins Spiel als man meint und enorm viel Spass hat's auf jeden Fall gemacht.



Ein weiterer Grund bestand darin, dass beim abschliessenden Wettkampf der Zürcher Klettermeisterschaft im November ebenfalls gebouldert wird. Somit wollten wir (bzw. vor allem die Kinder) bevor es so richtig ernst gilt, dies einmal praktizieren. Natürlich geht's an den Boulderwettkämpfen auch um Kraft, Technik und Klettervermögen. Aber eben nicht nur, der Taktik kommt eine wesentliche Bedeutung zu. Und nicht zuletzt sprach für's Boulderfest auch, dass es für einmal eine Ü40-Seniorenkategorie gab. Somit musste der Autor nicht wie sonst üblich gegen die Jungen, Wilden und Starken antreten, sondern konnte sich für einmal unter seinesgleichen messen, was natürlich die Chancen auf einen vorderen Platz wesentlich erhöhte. Ich würde es durchaus begrüssen, wenn man diese Kategorie auch bei den anderen Wettkampserien einführen würde :-)



Vor Ort gab es dann 77 (!!!) Qualifikationsboulder, d.h. die ganze Halle war komplett neu geschraubt und es hiess, mach was du machen kannst. Drei Stunden Zeit standen zur Verfügung, um möglichst viele der Probleme zu klettern - erst für die Kinder, dann für die Erwachsenen. Mir blieben am Schluss nur ~10 Boulder offen, welche ich nicht hatte durchsteigen können. Puh, war das eine intensive Session gewesen, ich fühlte mich komplett leer! Das war insbesondere darum problematisch, weil ich schliesslich die Ehre hatte, im Final antreten zu dürfen bzw. müssen. Hier galt es, sich mit 2 Mitkonkurrenten zu messen und nochmals, 2 lange und powerige Boulder zu meistern. Pro Boulder standen insgesamt 10 Minuten Zeit zur Verfügung, die 3 Finalisten machten abwechselnd jeweils einen Versuch, wo wie bei einem Lead-Wettkampf jeder erreichte Griff zählte (ein sehr interessanter Modus!). Leider war ich zu diesem Zeitpunkt schon dermassen platt, dass ich nicht ganz so performen konnte, wie es dem Rahmen würdig gewesen wäre.

Atmosphäre im Final - fägt halt eben schon!
Trotzdem konnte ich mir schliesslich den 2. Platz sichern. Das blieb nicht das einzige Podest für unsere Familie. Die Tochter sicherte sich souverän den Sieg bei den U10 Mädchen, Kathrin wurde Dritte bei den Frauen. Leider reichte es meinem Sohn als Vierter bei den U10 Knaben knapp nicht in den Final. Schade (und auch etwas seltsam...). So wie er danach ausser Konkurrenz die Finalboulder kletterte, wäre er Zweiter geworden - maybe next time... Rangliste hin oder her, es war ein toller Tag, der sehr viel Spass machte und die Speicher bis auf's Letzte geleert hat.

Yours truly kratzt die letzten Körner zusammen...

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