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Freitag, 20. Februar 2026

Strategic Decisions

Allzu viel in Sachen grosse Touren läuft im Moment nicht, weder für zünftige Skitouren noch zum MSL-Klettern waren die Verhältnisse so richtig geeignet. Wobei, etwas tun kann man immer. Kleinere Ausflüge mit den Tourenski, an der Sportkletterform feilen oder wie es schon längst bekannt ist: auch beim Indoor-Bouldern habe ich Spass und wenn's noch ein Wettkämpfli zum mitmachen gibt, umso besser. Darum hier ein kurzer Rückblick auf auch schon wieder einige Wochen vergangene Zeiten mit dem Leitmotto "strategische Entscheidungen".

Am Sparta Fight, die Fotos von der Halle zur Verfügung gestellt: vielen Dank!

Quadrel Rock Rodeo

Los ging's mit dem Quadrel Rock Rodeo, wo ich inzwischen das fünfte Mal de suite antreten konnte. Wie immer natürlich in der Patschifig-Kategorie, wobei es da eben nicht so easy zu und her geht, weil ein happiges Programm von 40 Bouldern zu absolvieren ist. Klar, 9 Stück davon waren wirklich einfach mit Schwierigkeitsgrad 1 und 2 (von 6), 8 weitere mit Schwierigkeitsgrad 3 muss man einfach auch bringen, aber dann wird es dann schon zäh. Schlussendlich konnte ich aber auch alle 9 Vierer punkten und auch von den Fünfern gelangen mir noch drei Stück - und die sind für mich allesamt schon richtig taff. Unter dem Strich ergibt das 29 von 40 Tops und eine sehr gute Session. Dennoch, auf der Rangliste reicht das inzwischen nirgendwo mehr hin, Rang 10 von 30 das Verdikt. Fürs Podest hätte man noch 5 weitere Boulder in den Schwierigkeiten 5 und/oder 6 ziehen müssen... era fuori dalla mia capacità!

Warum sieht es auf den Fotos eigentlich immer so aus, als ob ich die Hände nur so auf die Griffe lege, bzw. diese nur streichle, denn richtig festhalte? Einfach oder gar eine Rastposition ist das für mich wie die Beinmuskulatur zeigt, nun definitiv nicht. Wobei sanftes Greifen statt Overgripping zwar vielleicht keine strategische, aber ganz sicher eine gute Entscheidung ist.

Skitour Hinterfallenchopf

Am Folgetag fiel dann eben die strategische Entscheidung. In den Bergen lag nur wenig Schnee und die Tourenbedingungen wurden in den einschlägigen Portalen als miserabel beschrieben. Mit sorgfältiger Analyse erschloss sich aber, dass man auf unbefahrenen Südhängen in tiefen Lagen mit genussreichen Sulzverhältnissen rechnen durfte. Nach dem Engineering mit Schneekarten und Webcams wurde der Hinterfallenchopf ab Rietbad zum Ziel erkoren. Eine strategische Entscheidung auch deshalb, weil dieses Halbtagestüürli auf meinen doch etwas geschlauchten Zustand Rücksicht nahm. Vor allem aber lag wie am Vortag nochmals ein guter halber Tag an Arbeit drin. Das machte es mir möglich, in der als sonnig und mild angekündigten Folgewoche zwei Nachmittage beim Sportklettern am Fels zu geniessen - so soll es doch sein! Die Tour war dann wirklich richtig genussreich. Gerade noch ausreichend Schnee, keine Leute, schönes Ambiente und eine prima Sulzabfahrt wurden bilanziert - eine perfekte Strategie.

Eine neue Tour und Gegend entdecken, Zeit an der Sonne über dem Nebel verbringen: perfekt!

Sparta Fight

Am darauffolgenden Samstag war der Sparta Fight angesagt. Seit 2019 habe ich da bei jeder Austragung teilgenommen und da ihn Larina sowieso als Vorbereitungswettkampf für die Saison nutzen wollte, gab es noch mehr Argumente dafür. Nun, hier geriet meine oberhalb als so perfekt beschriebene Strategie ins Wanken. Müde von den Sportklettersessions, mit generell wenig Haut und wegen einem Cut komplett getaptem Finger waren die Voraussetzungen für eine gute Performance eher limitiert. Wobei es zu sagen gilt, dass meine persönliche Strategie eben der Spass-Maximierung folgt und nicht jener der Performance (an einem Wettkampf). Für einen Ü50-Amateur natürlich auch völlig logisch so.

So müde gewesen, dass es die Bürste zum Festhalten braucht?!?

Die Konsequenz war dann halt, dass die Mission mit der Titelverteidigung in der Ü40 krachend scheiterte. Es gelangen mir 30 von 46 Bouldern, was nur Rang 7 bedeutete. De fakto zog ich an dem Tag keinen einzigen Boulder, den ich auf meiner persönlichen Skala als "wirklich schwierig" beurteilt hätte... und es hätte auch nur einen einzigen gebraucht, um wenigstens das Podest zu erklimmen. Wäre ich mir dem bewusst gewesen, dann hätte ich dieses NoTex-Slab-Koordo-Ding vielleicht so lange bearbeitet, bis ich doch mal nicht weggezippt wäre. Wie auch immer, trotz nicht ganz frischen Kräften hatte es Freude gemacht und der Strategie, den Spass zu maximieren wurde ganz klar genüge getan.

Larina war stark, aber ebenso ohne Haut. Leider hat's mit Rang 7 ganz knapp nicht für die Finalquali gereicht. Immerhin hat uns Kathrin die Familienehre mit Rang 2 bei den Ü40-Damen gerettet.

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