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Mittwoch, 17. Februar 2021

Eisklettern im Tösstal (Vol. 2021)

Dieser Beitrag kommt mit Verspätung... zeitlich sind 3 Tage zwischen Aktivität und Publikation zwar nicht sehr viel, aber gefühlt hat sich da schon wieder eine Menge getan. Diese kurze Zeitperiode hat gereicht, um die Wiese vor der Haustür von skifahrbar zu grün zu machen und das gesamte Eis im Tösstal den Bach hinunter zu senden. Interessant ist, dass es vor genau einer Woche ebenfalls noch grün und warm war. Dazwischen liegt eine Mini-Eiszeit von gerade einmal ein vier Tagen, während welcher sich im Tösstal kletterbare Bedingungen einstellten.

Larina in Swandive (WI5), die doch schon ein paar Meter senkrechte Kletterei erfordert.

Ob ich an diesem grandiosen Winter-Weekend, während welchem auch Top-Skitourenbedingungen herrschten, wirklich wieder einmal im Eis im Tösstal geklettert wäre (das letzte Mal liegt doch schon 3 Jahre zurück), wenn nicht die Anfrage vom Tages-Anzeiger gekommen wäre, das steht in den Sternen. Doch Helene, Reporterin bei einer der grössten Tageszeitungen der Schweiz, hatte mich mit ein paar Tagen Vorlauf gefragt, ob man am Weekend in der Tössscheidi Eisklettern könnte. Ich war etwas unsicher, vermutete aber doch, dass sich machbare Bedingungen ergeben würden. Schliesslich trat dann die Frage auf den Plan, was für eine Story man daraus konstruieren könnte... tja, das wusste ich auch nicht so genau, das Resultat bestand einfach darin, dass der nicht im Skisprung-Trainingsweekend weilende Teil der Familie Reporterin und Fotografin am Sonntag in die Tössscheidi begleiten würde.

Gut vorbereitet ist halb geklettert... Tooly-Session daheim an der Wand.

Zuerst allerdings ging ich vorsichtshalber am Samstag Abend nach der Skitour noch nachschauen - für mich zum Glück per Bike machbar. Es war zwar alles noch dünn und fragil, doch zum Klettern würde man sicherlich etwas finden - insbesondere da nochmals eine extrakalte Nacht mit zweistelligen Minusgraden folgen sollte. So war es dann auch. Den Zustieg ins Gebiet muss man sich im Moment allerdings etwas verdienen, Parkmöglichkeiten gibt's derzeit nur beim Skilift Steg, alles weiter hinten befindet sich entweder im Park- oder im neuerdings auch wochentags gültigen Fahrverbot. So heisst es entweder, nochmals 20 Minuten zusätzlichen Fussmarsch einzukalkulieren (Zustieg total dann ca. 1h) oder ein Bike mitzubringen.

Dieses Bild ist ein wenig Off-Topic, stammt aber auch von diesem Weekend. Denn neben Eisklettern und Training blieb schon auch noch Zeit, um die grandiosen Tourenbedingungen zu nutzen. Dies nicht für Berge mit klingendem Namen, aber klein ist eben auch fein, insbesondere mit dem Privileg von First Line anstatt von Massenandrang.

Wie schon erwähnt, das Eis hatte über Nacht nochmals deutlich aufgebaut, so dass doch die meisten der klassischen Möglichkeiten begehbar waren. Einige wenige Linien waren sogar schon im Vorstieg safe (d.h. mit genügend und soliden Schrauben) machbar. Oder, und das ist ja der grosse Vorteil an diesem Gebiet, natürlich auch im Toprope. Wobei in der vergangenen Jahren im Zuge von Holerzarbeiten manch ein Baum gestutzt wurde, so dass ein zusätzliches Verlängerungsseil für etliche Touren durchaus vorteilhaft ist. Neben uns waren übrigens auch noch 2-3 weitere Seilschaften im Gebiet, welche sich eine dieser rarer und rarer werdenden Gelegenheiten nicht entgehen lassen wollten.

Sieht doch schon ganz ordentlich aus - schöne Kompakteisstufen zum Einstieg.

Den Auftakt machten wir in moderat schwierigem Gelände, Kathrin und Larina waren ja schliesslich schon eine Weile nicht mehr in diesem Metier aktiv gewesen. Bzw. im Falle von Larina handelte es sich mehr um ein Schnuppern bei früheren Tössscheidi-Besuchen vor doch auch schon wieder 4-5 Jahren (siehe hier und da). Immerhin, pflichtbewusst und smart hatte sie sich entschieden, daheim zuerst noch eine Drytool-Session einzulegen. Dazu musste ich aber auch zuerst die entsprechenden "Griffe" an unserer Wand wieder montieren. Tja, die Kletterei mit den Geräten in Eis und Fels ist auch bei mir etwas in den Hintergrund gerückt, was vermutlich nicht nur am globalen Klimawandel liegt, sondern auch noch andere Gründe hat.

Quelle: Frontseite Tages-Anzeiger am 15.2.2021

Auf jeden Fall, nach drei Routen waren die Fotos im Kasten und alle Notizen gemacht, d.h. wir verabschiedeten die beiden Reporterinnen vor Ort. Unsereins kletterten wir noch ein wenig weiter. Wobei die Sonne das enge Tal in den frühen Nachmittagsstunden definitiv verlässt, was eindeutig zu Lasten von Ambiance und Temperatur ging. So hatten wir nach einer Weile auch genug, schwangen und auf die Räder und düsten im Nu zurück nach Steg. Es verblieb noch Zeit, um die Beine auf einer schönen Züri Oberland Skitour zu vertreten (möglicherweise ja auch eine Saison-Letztbegehung) und dann gespannt auf den Artikel zu harren. Um 18.30 Uhr traf der Entwurf bei mir ein - faszinierend, dass die Endversion schon am folgenden Morgen um 6 Uhr gedruckt im Briefkasten lag! Sogar auf die Frontseite hatten wir es geschafft - natürlich der Verdienst der beiden Reporterinnen, die hier den richtigen Riecher hatten und den Zeitpunkt genau getroffen haben. Herzlichen Dank den beiden für den lässigen Tag und die tolle Zusammenarbeit. 

Quelle: Tages-Anzeiger vom 15.2.2021

Sonntag, 4. März 2018

Eisklettern im Tösstal (Vol. 2018)

Bis heute Vormittag ging's im Tösstal noch, aber nun ist die Kälte- und Eisperiode des Winters 17/18 definitiv Geschichte. Die Wetterextreme sind ja schon ein Phänomen: erst wenige Tage ist's her, seit rekordverdächtige Minuswerte registriert wurden. Heute war es an der Sonne hingegen bereits wieder fast zu warm, um effizient Sportklettern zu können. Und noch dazu wurde gewisse Kinder beobachtet, welche am Fusse sonniger Felsen den ganzen Tag in Shirt und Shorts unterwegs waren. Vom tiefsten Wetter innert weniger Tage beinahe in den Sommer, unglaublich!

GKB (201.14) und Swandive (201.15) bei noch sehr dünnen Bedingungen am Dienstag.

Die linken Galeriefälle (201.22-25). Drei Tage später konnte man hier unbeschwert Vorsteigen, zum Zeitpunkt des Fotos eher nicht.

The Big Boy with the Big Toy (die Route heisst wirklich so!) - coole Mixedlinie (201.29, M7).
Nun ja, gemessen an dem, was z.B. in den letzten Tagen im Lauterbrunnental (u.a. BASE und Mürrenbachfall) realisiert wurde, ist meine persönliche Ausbeute dieser Kälteperiode bescheiden. Aber das kommt halt davon, wenn diese sich erst so spät einstellt, dass meine berufliche Flexibilität nicht mehr ausgeprägt vorhanden ist. Das ist jedoch nur ein Mosaikstein, der zweite lässt sich auf eine Fehleinschätzung meinerseits zurückführen. Ich hatte nach der Föhnphase in der Nacht auf Donnerstag nicht damit gerechnet, dass (insbesondere in den Alpen) noch bis am Sonntag gute Bedingungen herrschen würden. Wobei man im Eis ja lieber zu defensiv als zu offensiv plant.

Überdachte Feuerstelle mit getrocknetem Holz im Gebiet vorhanden - am Dienstag bei -14 Grad sehr angenehm!

Der letzte löscht das Licht! After Work Iceclimbing heisst Retourweg per Stirnlampe.

Part of the Game.
Somit gab's für mich dann ein paar Kurzausflüge im Tösstal, welches sich ja schliesslich unmittelbar vor meiner Haustüre befindet. Vor Augen geführt wurde mir wieder einmal, wie variabel Bewertungen im Eis sind. So kletterte ich am Dienstag Abend eine ~12m hohe Säule im Toprope. Das Eis war noch sehr grümschelig, die Geräte an der Grenze zum Durchrutschen und die Füsse konnten nicht effizient platziert werden. Hier im Vorstieg abzusichern wäre kaum möglich gewesen, so fühlte sich das wie WI6 an - falls man das bei einer Passage mit einer solchen Kürze überhaupt attestieren darf. 72 Stunden später sah die Säule optisch gar nicht so viel fetter aus. Das Eis war jedoch wesentlich kompakter, es biss hervorragend, oft konnte man den ganzen Fuss platzieren und Schrauben setzen ging auch quasi à discretion - so fühlte sich das plötzlich nur noch wie maximal WI4+ an. Schon ein gewaltiger Unterschied! Zum Ende der Kälteperiode stellten sich tatsächlich ähnlich gute Bedingungen wie im Vorjahr ein, während man zuvor eine 5-jährige Durststrecke erdauern musste.

Schöne Kompakteisstufe (ca. WI3+) zwischen 201.8 und 201.9 (nicht im Hot Ice).

Die Kompakteisstufen 201.9-10 sowie die freihängenden Zapfen 201.11-12, dieses Jahr ziemlich schwierig mit Mixedeinstieg.

Schöne Säule links von 201.29 (nicht im Hot Ice), immer die erste der steilen Linien, welche gut kletterbar ist.

Samstag, 28. Januar 2017

Eisklettern im Tösstal

Nach einer Mini-Eiszeit mit zwei genialen Mixedtouren und guten Verhältnissen allenthalben treibt leider schon wieder der Föhn sein Unwesen. Mir schien es im Angesicht des Tauwetters wenig ratsam, irgendwo in den Alpen in eine anspruchsvolle Eistour einzusteigen. Immerhin, im Tösstal - fernab vom Föhn - sollte sich die Kälte noch etwas konservieren...

Bequem per Bike erreichbar, der Downhill auf der verschneiten Piste fägt dann sogar richtig!
Das Tösstal ist meine persönliche Eiskletterwiege. Hier haben wir vor 25 Jahren mit noch reichlich ungeeigneter Ausrüstung herumzupickeln angefangen. Dies an allen möglichen und unmöglichen Orten. Der Hotspot bei der Tössscheidi war uns natürlich damals schon bekannt, wir durchstreiften jedoch auch viele andere Tobel und Täler. Selbstverständlich mit Erfolg, hat doch das Tösstal dank seinen Molasseschichten ein sehr dichtes Netz an oberflächlichen Abläufen und unzählige Giessen gefrieren bei Kälte zu lohnenden Eiskaskaden. Der grosse Vorteil, sei es für Anfänger, sei es für schlechte Verhältnisse: ein Baum zum Topropen ist nie weit weg, und der Ausstieg der gewünschten Route lässt sich meistens auch problemlos zu Fuss erreichen.

Reichlich Betrieb im Gebiet, das war vor 25 Jahren noch ganz anders. Stören tut's aber nicht, es gibt so viele Möglichkeiten!
Dieses Mal war ich mit der Familie unterwegs. Daher sollte es nicht in einen schwierig zu erreichenden Chrachen gehen, sondern zur Tössscheidi. Auf breiter, weiss geräumter Fahrstrasse erreicht man hier bequem das Gebiet, viele lohnende Möglichkeiten starten sogar direkt von dieser Strasse aus. Ja, heuer waren die Bedingungen wieder einmal echt gut, so gut wie nun schon seit 2012 nicht mehr. Es liessen sich sogar die meisten Routen problemlos im Vorstieg klettern und auch solide absichern. Dementsprechend Betrieb herrschte denn auch am Wochenende. Die Verhältnisse waren übrigens wirklich noch gut - die Erwärmung war zwar spürbar, stellenweise lief Wasser, insgesamt passte es aber prima. Treffen die Vorhersagen für die nächsten Tage aber ein, dann war es das wohl wieder einmal.

Gute Aussichten!
Alles in allem perfekte Tage, was will man mehr?!? Hier kann der Papa in kurzer Zeit viele steile Meter sammeln - zwar nicht am Stück, aber in der Summe läppert es sich trotzdem. Dazu die Anfahrt per Bike, die auch schon Teil des Erlebnisses ist (die Rückfahrt umso mehr ;-)). Und selbst die Kinder kommen mit Pickeln, Schrauben eindrehen, Eishöhlen erforschen, Schlitteln und am Bach perfekt auf ihre Kosten. Ein Eiskletterausflug zur Tössscheidi (wie letztes Jahr) gehört auch für sie bereits fix zum traditionellen Winterprogramm.

Keiner zu klein, ein Eiskletterer zu sein!

Sonntag, 24. Januar 2016

Der Winter hat stattgefunden

Im Moment ist nicht der Zeitpunkt für die grossen Touren. Wir aber sagen, der Winter habe stattgefunden, wenn die lokalen Skitouren möglich sind, man auch im Tösstal im Eis pickeln kann und man für das Skivergnügen am Lift zu Fuss anreisen kann. Weil's für die nächste Woche nun schon wieder nach Frühling schmeckt, an dieser Stelle einige Impressionen aus der möglicherweise schon wieder vergangenen Zeit...

Lokale Skitouren

Da gab es so schöne 40cm locker-fluffigen Pulverschnee, leider hat ihn das warme Wetter bereits schon wieder aufgefressen :-( Immerhin konnten wir ihn gut ausfahren.



Eisklettern

Schade war es nicht noch ein paar Tage länger kalt. Es wäre gut gekommen im Tösstal! Nun mussten wir halt mit dem Vorlieb nehmen, was noch vorhanden war. Und um ein bisschen zu üben, reicht's noch bald einmal aus. Highlight für mich war die kurze M7-Tour unmittelbar bei der Tössscheidi, über welche ich bereits vor 3 Jahren berichtet hatte. Leider ist dem Eis die heutige Wärme nicht gut bekommen, und mit den für die nächsten Tage angesagten Temperaturen wird alles den Bach runtergehen. Ein Besuch lohnt sich nicht mehr :-(




Drytooling

Gut, diese Aktivität ist jetzt nicht so von winterlichen Bedingungen abhängig. Und zwar in meinem Keller, aber leider nicht unmittelbar vor meiner Haustür lohnend auszuführen. Trotzdem konnte ich in der letzten Zeit ein paar Mal auf die Jagd nach den zweistelligen Mixed-Graden gehen. Allerdings war mir bisher noch kein Waidmannsheil vergönnt...



Dienstag, 6. Oktober 2015

Back to the Roots

Zurück zu, oder eben auch zurück an die Wurzeln, das war das Motto. Im Kinder- und Jugendalter hatte ich mich oft in den Wäldern meiner Heimat, dem Tössbergland herumgetrieben und war über steile Wurzelpassagen und brüchige Nagefluhfelsen geklettert. Später verlagerte sich dann mein Fokus auf "echte Felsen" und hohe Alpenwände. Obwohl wieder in dieser Gegend wohnhaft, bin ich längst kein wirklicher Wurzelkletterer mehr.

Hier geht's hinein ins Bärtobel, dieses ausgetrocknete Bachbett stellt den ersten Teil der Route dar.
Während früher nur ganz wenige Liebhaber in solchem Gelände unterwegs waren, hat diese Art des Bergsteigens seit dem Aufkommen des Portals hikr.org einen enormen Aufschwung erlebt. Die Paradetour ist dabei die Westwand am Hörnli (1133m), ein eleganter Aufstieg über einen Sporn in einer abgelegenen, 350m hohen, bewaldeten Flanke. Hatte es mich früher nie in die Einsamkeit des Bärtobels verschlagen, so war die mit T5 bewertete Tour in neuerer Zeit keine wirkliche Herausforderung mehr. Trotzdem blieb sie in einem gewissen Sinn auf dem Radar, irgendwann würde ich dort sicher vorbeikommen.

Querung der gesamten Hörnli-Westwand zum richtigen Aufstiegssporn. Das ungestufte Gelände ist heikler, wie es den Anschein macht.
Und nun war es soweit. Nach anderen Verpflichtungen noch etwas Bewegungsdrang verspürend, erreichte ich von daheim per Velo in weniger als einer halben Stunde das Bikedepot etwas hinter P.742 im Nideltobel. Zügigen Schrittes ging es im ausgetrockneten Bachbett Richtung Bärtobel. Aufs genaue Lesen der Routenbeschreibungen hatte ich verzichtet, schliesslich blieb mir nur ein relativ enges Zeitfenster und in Erinnerung hatte ich so etwas, wie dass die Route problemlos zu finden sei - man müsse einfach bei der Bachverzweigung den von den beiden Bächen eingefassten Sporn wählen. Natürlich entbehrt es nicht einer gewissen Ironie, dass ich in der Hörnli Westwand einen Verhauer produziert habe...

Die richtige Aufstiegsroute ist erreicht... Bild von Zaza vom ominösen Veloanhänger, dessen Geschichte ungeklärt ist.
Der richtige Sporn befindet sich nämlich erst dort, wo man in den Bachbetten nicht mehr (einfach) weiterkommt. Eine erste Bachverzweigung, wo man rechts noch problemlos weitergehen kann, ist hingegen zu früh. Tja, auf dem dortigen Sporn gab es eben auch Wegspuren, und als ich mir nach 100hm bewusst wurde, dass ich eine falsche Fährte gewählt hatte (dieser Sporn führt zu P.1007), war es schon zu spät. Ich setzte meinen Aufstieg fort, bis ich auf 900m eine querende Wegspur traf. Dieser folgte ich wieder in den Bärtobel-Kessel hinein, Auf immer schwächer werdenden Spuren gelangte ich schliesslich in spannender Wanderung direkt zum ominösen Veloanhänger, einer Landmarke des klassischen Westwand-Sporns. De fakto bietet meine Route wahrscheinlich sogar die spannendere Wanderung, ein Verhauer ist's aber nichtsdestotrotz.

Ein Wandbuch wie in einer grossen Route... auch schon recht gut gefüllt ist es. Es gibt ca. 20-30 Begehungen pro Jahr.
Nun also hinauf, die Wegspuren auf dem Westwandsporn sind deutlich zu sehen und die Route nicht mehr zu verfehlen. Nach Querung der Hörnligubel-Wanderwegs folgt der anregendste obere Teil. Da müssen hier und da echt die Hände aus dem Hosensack, sonst geht's nicht. Nach einem Eintrag im Wandbuch ging's gegen den Gipfel hin, der Zaun zum Gasthaus war das letzte Hindernis. Trotz Verhauer und grossem Umweg hatte ich vom Depot deutlich weniger als eine Stunde gebraucht. Nach kurzem Genuss des schönen Herbstpanoramas machte ich mich auch bald wieder auf die Socken, via Chlihörnli und Heiletsegg stieg ich im Laufschritt zum Bikedepot ab und schwang mich dort gleich aufs Rad. Nur gute 2 Stunden nach Aufbruch daheim trat ich etwas durstig bereits wieder daheim in die Stube - das war jetzt echt ein vergnüglicher Ausflug gewesen, der bei Mangel an Zeit für grössere Unternehmungen sicher wiederholt wird.

Blick auf die Hörnli Westwand beim Abstieg. Die klassische Route führt rechts vom steilsten Teil über den bewaldeten Sporn zur Antenne.