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Dienstag, 17. April 2012

Pilatus: Killing the Healer (7c)

Will man bei der aktuellen Wetterlage bergsportlich aktiv sein, so gilt es, die sich bietenden Gelegenheiten zu nützen, selbst wenn man nur kleine Brötchen backen kann. Für den heutigen Tag war das eine Klettersession am Pilatus, zusammen mit Chris. Nun, als wir kurz nach Mittag an der Wand ankamen, da war die Situation alles andere als erfreulich: tropf, tropf, tropf, ... und die meisten Routen in diesem fast immer trockenen, sonst mediterranen Klettergarten waren noch nass.

Immerhin konnten wir uns in der bereits früher gekletterten Choose Wisely (7a+) aufwärmen - gar rotpunkt, und erst noch ohne zu überhitzen. Dann war guter Rat aber etwas teuer. Eigentlich all die erträumten Projekte waren nicht bekletterbar, als einzige Möglichkeit blieb die mit etwas Sika und Bohrmaschine hergerichtete The Healer (7c+). In jener erwies sich, eine Einzelstelle als für mich zwar grenzwertig knapp kletterbar, aber (noch?) nicht wirklich tauglich für einen RP-Durchstieg.

Chris am Ausklettern in Sunset Strip (7a)
Als lohnende Alternative bot sich in Routenmitte ein Wechsel in die daneben gelegene Killin' Rats (7c) an. Jene war im Einstiegsbereich nass, der von uns benutzte, pumpige Ausstieg an rauhem Fels war hingegen tiptop. Im dritten Versuch gelang mir dann, langsam ein bisschen auf Reserve, der Rotpunkt-Durchstieg. Sie bietet lohnende, homogene und kraftraubende Kletterei mit logischer Linie, die zudem auch nach starken Regenfällen Trockenheit garantiert. Als Name für diese Kombination bietet sich so etwas wie Killin' the Healer oder Healin' Rats an - ich bevorzuge ersteres. Und als Bewertung dürfte man im lokalen Kontext wohl eine 7c veranschlagen.

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