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Samstag, 2. Januar 2016

Gross Mythen - Geissstock - Mauerläufer (7b)

Die Kunst beim Bersteigen ist es, die richtige Tour im richtigen Moment zu klettern. Einfacher gesagt als getan, doch mit dem Mauerläufer ist uns das voll und ganz gelungen. Dass man zum Jahresende bei strahlendem Sonnenschein und perfekten Temperaturen eine solch lange und anspruchsvolle MSL-Tour realisieren kann, ist doch eher aussergewöhnlich. Beim Mauerläufer handelt es sich um eine alpine Sportklettertour in der steilen, 250m hohen Südwand des Geissstocks, einem markanten Felspfeiler in der Südflanke des Gross Mythen. Schon lange hatte sich die Route auf meiner Wunschliste befunden. Nun muss ich ganz klar sagen: gut, habe ich auf diesen Moment gewartet!

Der Geissstock in der S-Flanke des Gross Mythen mit eingezeichnetem Routenverlauf.
Für den Zustieg gibt es gleich mehrere Varianten, alle führen zuletzt jedoch zu P.1201 beim Stall im Hasliwald. Man kann diesen Ort absteigend von den Bergbahnen auf die Holzegg und Rotenflue erreichen, oder aufsteigend von den mit dem Automobil erreichbaren Mythenbad P.885 und Bürisberg P.945. Wie schon das letzte Mal, als wir die klassische SE-Wand am Geissstock geklettert sind, wählen wir den Zugang von der Ibergeregg-Strasse her. Ab dem Stall geht's in den Wald hinein und alsbald die steilen Hänge hinauf. Die Ideallinie befindet sich weiter rechts als man erst glauben mag, aktuell markiert durch eine blaue Sigg-Flasche, welche einem Tannenbusch übergestülpt ist. Wenn man sie findet, so sind gegen den Geissstock hinauf durchgehend schwache Pfadspuren vorhanden. Ansonsten muss man sich in wenig gestuftem Gelände mühsam hocharbeiten. Das Gelände ist steil, und vor allem in der exponierten Querung gegen den Geissstock hin verträgt es definitiv keinen Ausrutscher mehr, das Terrain bricht unterhalb in Felswänden ab. Die Schwierigkeit ist auf ca. T5 zu beziffern, entsprechendes Schuhwerk und bei schlechten Verhältnissen sogar ein Pickel sind anzuraten. Vorsicht ist insbesondere bei Schneeresten, Nässe und von Schnee plattgedrücktem Gras angezeigt.

Le soleil brille... einfach fantastische Bedingungen. Und auch die Kontraste sind verblüffend. Man würde es kaum glauben, dass ich 2 Tage nach dieser Tour auf den hier sichtbaren Hängen gegenüber mit den Kindern wirklich lohnend Ski gefahren bin. 
Unser Timing ist perfekt aufgegangen. Nach leidlich langem Schlaf am Morgen stehen wir um 8.50 Uhr unterhalb vom Einstieg in die Route. Dieser befindet sich etwas vor dem tiefsten Punkt der Felsen an der Stelle, wo zwei Laubbäume direkt am Weg stehen. Die markante, steile Verschneidung von L2 ist gut zu erkennen, um das fixe Material zu erspähen sind hingegen Sperberaugen notwendig. Es hat am Anfang nicht viel und auch nicht gut sichtbar. Zu erwähnen ist noch, dass am eigentlichen Start der Felskletterei 20m weiter oben nix steckt, weshalb man sich besser auf der Wegspur unten aufschirrt und auch von dort aus sichert. Um 9.00 Uhr fällt schliesslich der Startschuss und mit dem Timing eben ist es so, dass nun auch grad die Sonne zum Vorschein kommt, so wie wir uns das vorgestellt haben.

L1, 15m, 5b: Von der Wegspur erst 20m die steilen Schrofen hinauf und dann eher unschön im Fels aufwärts. Ein Bohrhaken sichert diese gar nicht so einfachen Meter ab, danach kommt schon bald der Stand unter der steilen Verschneidung. Die offizielle Bewertung von 5a habe ich mit Absicht erhöht.

L2, 50m, 6c: An der Temperatur gibt es zwar nichts zu mäkeln, trotzdem wartet auf mich hier so etwas wie ein Kaltstart. Die Kletterei entlang der steilen Verschneidung weist eine gewisse Ernsthaftigkeit auf. Zwar stecken regelmässig Bohrhaken, diese müssen aber gehörig überstiegen werden, ich fühle mich noch etwas ungelenk und in Bezug auf den Fels gilt "es ist nicht alles fest, was lose aussieht". Nach etwa 25m geht's dann um die Ecke, und es will auf der plattigen Seitenwand der Verschneidung geklettert werden. An sich nicht mega schwierig, aber mit eher weiten Abständen, etwas Seilzug und der Sicherungsperson ausser Sichtweite fühle ich mich hier eher unwohl. Zuletzt dann über ein paar Blöcke (Camalot 1 nützlich) und etwas Botanik zum Stand, welcher bloss aus 2 nicht überaus dicken Sanduhren besteht. Im Aufstieg kann man mit Cams ideal verstärken, beim Abseilen hilft dann nur noch das Gottvertrauen, ein BH wäre sicher dienlich. Diese Länge war in der 1995er-Ausgabe des SAC-Kletterführers Zentralschweizer Voralpen mit 6b bewertet, in jener von 2014 mit 7a. Die Wahrheit liegt wohl etwa dazwischen, bei einer fordernden 6c.

Der Autor auf den ersten Metern der steilen Verschneidung von L2 (6c).
L3, 30m, 6c+: Hier steht und fühlt man sich erst etwas im Gemüsegarten, die Kletterei an sich ist aber auf dieser Länge durchaus gut und das Gras stört nicht sonderlich. Problematisch mutet hingegen viel mehr die heikle Stelle nach dem zweiten BH an. Dieser steckt unnötig tief, so dass einem die folgenden Gegendruck-Moves mit mässigen Griffen und den Füssen auf glatter Platte in eine ungünstige Position mit Potenzial für einen ätzenden Sturz bringen. Hat man sich einmal zum Go überwunden, so liegt das nächste Problem dann beim instabil-trittlosen Einhängen des Hakens, leider war auch der einzige Griff ziemlich zugegrast. Ich habe ihn beim Abseilen, soweit ohne Werkzeug möglich, wieder befreit. Hat man diese psychische Stelle gemeistert, folgt schöne, einfachere und gutgriffige Kletterei. Im SAC-Führer ist diese Länge nur mit 6b+ bewertet. Damit die Einstufung mit den oberen Längen konsistent ist, muss man hier jedoch sicherlich 6c+ geben, da definitiv schwerer wie L6 und L8. Schöner und bequemer Stand auf der Kanzel.

Unmittelbar vor der heiklen Stelle in L3 (6c+). Diese Position ist noch bequem erreichbar und es wäre dienlich, wenn der zweite BH 1.5m höher stecken würde. Nun gilt es nämlich, die feine Rissspur ob der linken Hand auf Gegendruckk zu nehmen und links in der aalglatten Platte heikel auf Reibung anzutreten. Falls die Füsse rutschen, so wirft's einen wirklich sehr unangenehm ins Gemüse hinab.
L4, 40m, 7b: Vom Stand weg kurz etwas bedenklich, da ohne Sicherung an den Beginn vom steilen Teil. Dort beginnt gleich das seriöse Business, die folgende, steile Passage mit 3 nahe steckenden BH stellt die Crux dar. Hier gibt es vor allem viele abschüssige Sloper und die Sache ist sehr unübersichtlich. Die paar wenigen Stellen, wo es ein kleines, helfendes positives Käntchen hat, sind ohne Vorkenntnis nur schwer zu identifizieren und um alles Abzutasten bleibt nicht endlos Zeit. Mir hat der herbe Auftakt in L2/L3 auch etwas das Selbstvertrauen genommen, und so greife ich vorschnell zur zweiten Exe, um das Seil sicher einzuklippen. Das fuxt mich nun im Nachhinein, weil mir der gesamte Rest der Route onsight gelang. Auch diese Passage wäre bestimmt im Rahmen meiner Möglichkeiten gelegen, nur dran glauben und bestimmt klettern hätte man müssen! Anyway, nach diesem steilen Auftakt geht es vorerst etwas leichter dahin. Das Gelände lockt einen nach links, wobei man dann jeweils wieder ungünstig nach rechts moven muss, um die in gerader Linie steckenden Bolts zu klippen. Weiter oben besteht dann an einer Stelle das ärgerliche Problem, dass die Lasche von einem Maillon besetzt ist. Dessen Gewinde ist zwar nicht zugeschraubt (was sich auf die Festigkeit stark negativ auswirkt), aber trotzdem verhockt, so dass man es nicht entfernen kann. Zudem folgt danach gleich ein Runout. Richtig schwer ist dann nochmals die Abschlusspassage. Leider steckt der letzte BH etwas im Schilf, direkt darüber hinweg ist es affenschwer. Augen auf, es gibt eine deutlich bessere Linie.

Nix mehr Gras, sondern perfekter Fels und geniale Moves. Slopriger-schwerer Auftakt in L4 (7b).
Blick auf die letzten, nochmals schweren Meter in L4 (7b). Ethical Advisory: zu intensives Betrachten dieses Fotos in hoher Auflösung könnte einen ethisch einwandfreien Onsight womöglich gefährden.
L5, 25m, 7a: Es wartet ein sehr gut abgesicherter Quergang nach rechts hinaus, die Schwierigkeiten sind erst noch moderat. Aber bald steht man etwas wie der Esel am Berg, und die schwere Kletterei beginnt. Weiter oben kann man zwar wieder Griffe erahnen, doch gilt es hier den Poker für die richtige Beta zu spielen. Aufgrund der Trittarmut hat man nämlich nur einen Shot. Mir gelingt's, ich kann oberhalb einige Tropflöcher krallen und mich hochschieben. Danach geht's über etwa 15m ziemlich anhaltend weiter. Immer wieder taucht unerwartet eine Leiste oder ein Tropfloch auf, wer auch noch seine Füsse gescheit einsetzt, kommt gut durch. Wobei die Absicherung hier sehr komfortabel ausgefallen ist, man kann bedenkenlos voll angreifen. Zuletzt dann etwas athletischer zu einem ziemlich unbequemen Hängestand. Wer unten im Quergang grosszügig verlängert hat (was beim Klettern eher unangenehm ist), kann die nächste Länge auch anhängen.

Super Tropflochkletterei in L5 (7a), ein sehr gut abgesicherter Hochgenuss!
L6, 20m, 6c: Athletisch-griffiger Auftakt vom Stand weg, ein Pre-Klipp des ersten BH beim Klettern der vorangehenden Seillänge ist sicher keine schlechte Idee. Der Ausstieg ins flachere Gelände dann die Crux, hier ist das Griffangebot kurzzeitig nicht ganz so üppig und eher von der abschüssigen Sorte. Geht aber scho... und im Vergleich zu L2/L3 ist das schlicht und einfach weniger fordernd. Steht man einmal oben, tendiert man etwas nach links zum dritten BH. Achtung: sich ab hier nicht weiter nach links in die SE-Wand verkoffern, sondern direkt hinauf. Der vierte BH ist aus der Kletterstellung erst nicht sichtbar, taucht dann aber schon auf.

Blick zum Adlerspitzli, das mit seinem S-Grat (3b) eine lohnende, einfache Kletterei bereithält.
L7, 35m, 7a+: Nach meinem Geschmack die beste Seillänge der Route! Vom bequemen Stand zuerst einfach etwas nach rechts hinaus an die steile Wand, wo die eng steckenden BH den Weg markieren. Die Kletterei sieht etwas aus wie im Acherli und fühlt sich durchaus auch ähnlich an. Will heissen, weite und athletische Züge sind nötig, aber die positiven Griffe sind da. Hier klettere ich nun bestimmt und mit positiver Einstellung, ebenso lassen sich an dieser Stelle die beim Sportklettern antrainierten Kraftreserven effizient einsetzen. Die Crux folgt eigentlich gleich zu Beginn des steilen Teils, danach werden die Griffe besser und das Gelände nicht mehr ganz so extrem drückend. Trotzdem kommt hier der Ausdauerfaktor zum Tragen, denn einen richtig guten Rastpunkt gibt es nicht und auch grosse, positive Henkel zum Runterschütteln fehlen. Im oberen Teil wartet dann eine markante, 5m-Horizontalquerung nach links. Die ist schwieriger als es aussieht, vor allem der Klipp und der Mantle am Ende der Querung haben es in sich. Langsam etwas auf Reserve erreiche ich den Stand - und ja, ich habe nochmals Pech und es erwischt mich mit einem unbequemen Hängestand.

Supergeniale, steile und leistige Ausdauerkletterei in L7 (7a+).
Jonas fightet in der Querung im oberen Teil von L7 (7a+), das Anklettern des hier folgenden BH ist durchaus knifflig.
L8, 30m, 6c: An der Untergriffschuppe oberhalb vom Stand spielt die Musik, das ist gleich von Anfang an klar. Vom Stand aus schätze ich das als gangbar aus und nehme es beinahe auf die leichte Schulter. Doch während die Schuppe griffig ist, entpuppt sich das Gelände als weniger trittig und steiler wie gedacht. Doch mit ein paar Erfolgen in den Seillängen zuvor in der Tasche klettert es sich beschwingt und ich gehe so vor, wie man an solchen Stellen vorgehen soll. Sprich vorwärts orientiert, nicht lange rumtrödeln, sondern bestimmt klettern. Nach dem zweiten BH geht's dann um die Ecke und in ein paar kräftigeren Moves aufwärts, es ist ein gutes Stück obligatorisch zu klettern, bis der dritte Haken einschnappt. Dann in lässig rauem Fels gutgriffig über ein paar Stufen aufwärts, zuletzt über ein paar Blöcke zum bequemen Stand. Obwohl diese Länge nicht geschenkt ist, dünkt sie mich doch auch einfacher wie L2 und L3. Wobei ich hier jedoch mit der unten noch fehlenden Effizienz geklettert bin. Wäre spannend zu wissen, wie meine Einschätzung ausgefallen wäre, wenn man die Längen in umgekehrter Reihenfolge hätte absolvieren müssen.

L9, 30m, 6b: Hier haben die Erstbegeher nochmals eine richtig coole Linie gewählt. Die Verschneidung oberhalb vom Stand wäre bestimmt auch gegangen, jedoch sicherlich weniger schön gewesen. Stattdessen geht es in einem einfachen Quergang links hinaus, und dann in sehr schönem, rauem Fels auf dem Pfeiler aufwärts. Anregende Kletterei, nirgends mehr besonders schwierig, in dieser luftigen Position einfach ein grosser Genuss, zudem auch komfortabel gesichert. Nach dem letzten BH klettert man dann am besten direkt gerade hinauf Richtung Büsche und lässt sich nicht nach links in einfacheres, aber loses Gelände drängen. Direkt hinauf geht's prima, die Griffe sind da, der Fels solide und das kurze Bushwhacking kein Problem. Ist man oben, so findet man keinen eingerichteten Stand, sondern muss einen Baum verwenden.

Nochmals sehr schöne und luftige Kletterei hoch über dem Nebelmeer in L9 (6b). 
Die Uhr zeigt 14.45, als der Handschlag am Top erfolgt. Ja, das war jetzt eine hammerharte Winterbegehung gewesen! Problemlos hatte man im T-Shirt und mit heraufgerollten Hosen klettern können. Ja die Sonne hatte gar derart stark gebrutzelt, dass es mir gar nicht unrecht ist, hier etwas im Schatten der Bäume chillen zu können. Aber wir sind happy, total, das war nun eine echt geniale Kletterei und besser hätte man den Tag für diese Route kaum treffen können. Bevor es talwärts geht, steigen wir noch zum Kamm des Geissstocks hinauf, um einen freien Blick auf das grandiose Nebelmeer zu werden, welches das Rigi-Massiv umflutet. Kurz bin ich es mir sogar etwas reuig, dass wir nicht mit einem Gipfelgang geplant haben. Vom Geissstock kann man nämlich weiter zum Wyss Nollen gehen, diesen über seine Westwand-Route erklettern (4 SL, 5c+) und dann noch die Gipfelwand (2 SL, 3b) zum Top auf 1899m erklimmen. Dies hatte ich einst vor vielen Jahren mit vorgängigem Klettern des Adlerspitzli und des Geissstock-Risspfeilers schon einmal gemacht, was eine sehr empfehlenswerte 24-SL-Tour bis in den sechsten UIAA-Grad darstellt.

Blick vom Top auf das kompakte Nebelmeer, welches das Rigi-Massiv umflutet.
Nun denn, eben, die Zeitreserven hätten zwar für einen Gipfelgang gereicht. Aber dann in Kletterfinken über den Grüeziweg abzusteigen und so nochmals zum Geissstock-Einstieg hinauf um das deponierte Material zu holen, das war dann doch kein realistisches Unternehmen. So stiegen wir zur gebohrten Abseilstelle ab, welche sich etwa 10-15m tiefer unten als der Ausstiegsbaum befindet. Schon bereits letztes Mal hatte ich diesen Punkt als potenziellen Base Exit klassifiziert, und auch dieses Mal zieht mich der grandiose Tiefblick wieder in den Bann. Wir fädeln die Seile und dann geht es, teils stark pendelnd, in die Tiefe. Exen einhängen beim Abseilen ist wie immer unkommod und jenen vorbehalten, welche sich das Pendeln nicht trauen ;-) Wenig später sind wir am Wandfuss, wo wir die letzten Sonnenstrahlen für einen Vesper nutzen können. Vorsichtig steigen wir das exponierte Gelände zurück zum Stall im Hasli und können es dann gegen Schwyz und das dichte Nebelgrau hinunter laufen lassen. Das war nun ein echt genialer Schlusspunkt auf das tolle Kletterjahr 2015!!!

Facts

Gross Mythen - Mauerläufer 7b (6c obl.) - 9 SL, 270m - Betschart/Büeler 1991 - ****;xxx
Material: 2x50m-Seile, 12 Express, Camalots 0.3-1, evtl. Set kleine Keile

Lässige alpine Sportklettertour durch die steile und sonnige Geissstock-Südwand. Sie bietet einiges an Abwechslung, von Verschneidungs- über Plattenkletterei zu Sloperproblemen, Tropflöchern und Ausdauermoves an positiven Leisten. Die ersten 3 Seillängen bieten einen etwas herben Auftakt mit nicht auf jedem Meter perfektem Fels, einigen nicht sonderlich störenden Grasbüscheln, noch eher weiter Absicherung und (in der Originalversion) harter Bewertung. Ab L4 geht's dann in meist kompakten, grasfreiem Fels von guter Qualität bis zum Gipfel, hier sind dann sowohl Absicherung wie Bewertung komfortabler ausgefallen. Ich persönlich zögere nicht, hier nach meinem tollen Erlebnis die vollen vier Sterne zu vergeben, ganz nüchtern objektiv sind es vielleicht auch nur drei. In Bezug auf die Absicherung sind die schweren Stellen >6c alle sehr gut und eng auf Niveau xxxx eingerichtet. Im einfacheren Gelände heisst es hingegen schon öfters einmal weitersteigen, weshalb die Gesamtbewertung nur xxx erreicht. Ein paar Stellen lassen sich mit kleinen bis mittleren Klemmgeräten und allenfalls auch kleinen Keilen zusätzlich absichern. Für den routinierten Gänger sind diese Hilfsmittel jedoch nicht zwingend nötig. Zu beachten ist, dass die Literaturangabe von 6a+ obligatorisch ein falsches Bild der gestellten Anforderungen vermittelt. Um die Tour hochzukommen und zu geniessen, muss man mindestens den Grad 6c solide und über den Haken beherrschen.

Topo

In den SAC-Kletterführern Zentralschweizer Voralpen von 1995 und 2014 findet man je ein grobes schematisches und ein Fototopo zur Route. Ein präzises, symbolisches Topo existiert meines Wissens bisher noch nicht. Deshalb habe ich ein solches angefertigt, das auch als PDF verfügbar ist.


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