- -

Montag, 15. September 2014

Ofen - Einarmiger Bandit (7b)

Gleich zum zweiten Mal innerhalb von wenigen Tagen sollte es zu dritt auf Tour gehen. Der Ofen war zum Ziel auserkoren worden, und da meine Partner etwas die weite Anreise und den weiten Zustieg monierten, musste ihnen etwas Ansprechendes geboten werden. Der Einarmige Bandit wird im Extrem Ost neben dem Planet der Affen als einzige Route mit fünf Sternen bewertet, er befand sich schon länger auf meiner Wunschliste und war mit diesem Team ein herausforderndes, aber realistisches Ziel.

Die pralle Südwand am Ofen bietet viele schöne Klettereien - der hier präsentierte Einarmige Bandit eine der besten davon!
Weil für den späteren Nachmittag einige Schauer vorhergesagt waren und andere Verpflichtungen riefen, trafen wir uns für eine solche Tour unüblich früh bereits um 5.30 Uhr, so dass wir um rund 7.00 Uhr in Turrenbach bei P.1006 losliefen. Da es bereits meine neunte Tour am Ofen war, wusste ich natürlich bereits bestens um die in der Literatur völlig übertriebenen Zeitangaben von 2:30h für den Zustieg. Der Wandfuss befindet sich auf rund 1960m, es sind also 950hm zu bewältigen. Da man am Ofen mit einem minimalen Rack anrücken kann und zudem auf Strasse und Pfad schnell an Höhe gewinnt, legten wir die Strecke wie bisher immer in 1:30h zurück. Ein Übertreten des Fahrverbots nach Unter Boden lohnt sich also zeitlich kaum, zudem wird es oft mit einer hohen Busse geahndet und es gefährdet den Erhalt des Klettergebiets! Um 9.00 Uhr waren wir schliesslich eingebunden. Der Plan war, dass ich die gesamte Route vorsteigen würde, und so konnte es losgehen.

L1, 30m, 6c: Die ersten Meter sind noch nicht wirklich schwierig, allerdings steckt erst auf der Höhe von 10m ein BH. Davor kann man auf ca. 6m über Grund noch einen guten Friend setzen, wenn man ihn dabei hätte (ca. Camalot 0.75, nicht unbedingt nötig). In sehr schöner Wandkletterei gewinnt man dann an Höhe, bis die zähe Crux auf einen wartet. Mit kniffligen, steilen Moves will diese kleingriffig und auflegerig gemeistert sein. So unaufgewärmt kann einen das ganz schön pumpen, und man könnte hier wohl auch eine 6c+ vergeben. Die Stelle ist zwar gut gesichert, aber trotzdem zwingend. Bei der Sanierung wurde der BH davor etwas nach unten versetzt. Derjenige danach ist dafür 30-40cm höher oben wie der alte, man muss ihn überklettern, um vernünftig klinken zu können. Das ist irgendwie leicht fies, weil das alte Dübelloch schon deutlich vorher in Reichweite ist...

Super Wandkletterei in L1, 6c. Hier folgt nun gleich die Crux, welche die Arme schon mal ganz schön aufblähen kann.
L2, 45m, 6a+: Hier bekommt man die für den Ofen und diese Wandzone typische Henkelkletterei an horizontal gebändertem Kalk ab. Und das echt eine ganz Seillänge lang steil und ohne Unterbruch, was in diesem (tiefen) Grad doch sehr aussergewöhnlich ist. Unten gut gesichert, oben dann etwas luftiger - ein Aspirant, welcher den Hauptschwierigkeiten gewachsen ist, wird dies jedoch kaum bemerken.

L3, 15m, 5b: Unwesentliches und eher unschönes Verbindungsstück aufs nächste Band hoch, der Stand ist links vom Baum zu suchen. Wäre es mit 50m-Seilen nicht zu knapp und würde Seilzug drohen, würde man es wohl gleich an L2 anhängen.

Die Sicht vom Stand beim Baum bereits auf die nächste Länge L4, 7a+. Über die Dächer hinweg ist's athletisch, aber griffig.
L4, 35m, 7a+: Gleich zu Beginn der Länge will eine dachartige Zone in sehr athletischer Kletterei überwunden werden. Diese weist ziemlich erstaunlicherweise einige sehr gute und griffige Löcher auf. Diese liegen aber weit bis sehr weit auseinander, so dass man ordentlich dynamisch ziehen muss. Im Onsight ziemlich schwierig, wenn man mal weiss wie, dann geht's schon. Komischerweise ist diese deutlich schwerere Länge im Extrem Ost mit 7a bewertet, die einfachere L5 danach mit 7a+. Im Originaltopo passt's dann hingegen. Nach dem Auftaktüberhang folgt erst sehr schöne, gemütlichere Kletterei in Premium-Fels, bevor zum Abschluss nochmals ein kniffliges, überhängendes Wändchen folgt. Dort wartet erst ein schwieriger Aufrichter, dann athletisch an Untergriffen dem Dach entlang und darüber hinauf manteln.

Die überhängende Abschlusswand in L4, 7a+ ist echt nochmals fordernd, insbesondere der hier gleich folgende Mantle.
L5, 30m, 7a: Sehr schöne, leicht überhängende Wandkletterei. Zu Beginn hat es noch recht gute Tropflöcher und Leisten, danach will eine längere Zone sehr anstregend fast ausschliesslich an recht weit auseinander liegenden Untergriffen und mit mässigen Tritten gemeistert sein. Grrr, schon beinahe war ich durch, bis mir für den letzten weiten Zug dann doch noch der Saft fehlte und der Abgang ins Seil folgte (siehe Foto...). Zum Abschluss folgt dann noch eine feine 6c-Plattenstelle, zwar gut gesichert aber trotzdem über dem Haken. Am eigentlichen Stand beim Bäumchen klettert man besser vorbei, 3m weiter oben auf dem Band ist der Stand der Abseilpiste viel bequemer.

Powerige Wandkletterei in L5, 7a. Erst geht's noch gut, doch dann...
...putzt es mich noch runter, kurz bevor ich wieder in einfacheres Gelände gekommen wäre. Notstrom hat nicht funktioniert.
L6, 45m, 7b: Schon vom Stand weg erkennt man, welche Musik hier spielt: es geht sehr athletisch über eine Dachzone hinweg! Der Fels ist dort vor allem zu Beginn nicht von erster Güteklasse, es geht aber trotzdem gut. Dank einiger guter Leisten kommt man recht gut über die Aufschwünge hinweg und in einen Untergriff hinein. Das schwierigste, vor allem mit langen Beinen, ist der Übergang in die senkrechte Verschneidung danach! Dort kann man dann aber ausspreizen, und es folgt eine längere, nicht schwierige Traverse nach rechts. Man vermutet die Aufgabe schon beinahe als erledigt, bevor sich einem doch nochmals eine schwere, knifflige Wandstelle im Bereich 7a in den Weg stellt. Eigentlich prima gesichert, doch 6c ist auch hier nochmals obligatorisch und wenn man sich auf die falsche Fährte locken lässt, werden die Schwierigkeiten sicher noch höher empfunden!

Mit full gaz übers Dach in L6, 7b. Die Stelle ist deutlich steiler und schwerer wie man auf diesem Foto meinen könnte!
Wer hier im Nachstieg stürzt, hat nur eine Option: Prusik oder Steigklemmen auspacken.
L7, 30m, 7a: Super schönes Abschlussbouquet! Erst ein noch nicht schwieriges Mäuerchen mit ideal scharfen Tropflöchern bis auf die Rampe, wo man die Wolfsfeder kreuzt. Wir müssen aber in gerader Linie weiter, d.h. über den Wulst hinweg. Richtig geklettert geht die Stelle gut, und man etabliert sich in der Wand darob, welche mit super-scharfen Tropflochleisten garniert ist. Je nach Geschmack und Können eine total coole Sequenz oder einfach nur Aua, mir hat es bestens gefallen :-) Zuletzt wurde dann noch eine kleine Extra-Aufgabe rechtsrum eingebaut, wo erst in steiler Tropflochwand gekrallt werden muss, bevor man plötzlich auf plattig antreten und feine Moves umschalten muss. Zuallerletzt dann noch 2x am Grasbüschel und ziehen, und man steht bei der Kette, wo die Route 1m unterhalb der Kante endet.

Yours truly gerade in der Cruxsequenz von L7, 7a. Gewusst wie geht's gut, nur wissen wie muss man... ich sage aber nix!
Zum Abschluss dann extrascharfe Tropflochcrimperei par excellence. Etwas Haut- und Kraftreserven schaden sicher nicht.
Knapp vor 15.00 Uhr hatten wir das Top erreicht. Somit waren doch beinahe 6 Stunden draufgegangen, am Tällistock hatten wir in weniger Zeit mehr als doppelt so viele Längen geklettert. Aber logo, bei diesen Schwierigkeiten marschiere ich auch nicht mehr einfach durch, und meine Nachsteiger hatte auch ziemlich zu kämpfen. Für Nachahmer ist vielleicht noch wissenswert, dass hier auch an den Nachsteiger einige Anforderungen gestellt werden. Die athletischen Crux-Dächer in L4 und L6 befinden sich gleich zu Beginn der Längen und müssen vom Nachsteiger mehr oder weniger am Stück geklettert werden, und es ist kaum möglich den Zweiten mit Seilzug zu unterstützen. Sitzt dieser ins Seil, so hängt man wegen der Dehnung rasch ein paar Meter weiter unten, was dann rasch einmal die Verwendung von Prusikschlingen oder Steigklemmen erfordert.

Anyway, wir hatten es alle geschafft! Rasch wurden die Seile in den Abseilring gefädelt. Reizt man beim ersten Abseiler ein 50-Seil bis zum letzten Zentimeter aus, so reicht es auch in 4 Manövern retour zum Einstieg. Nach einem kurzen Vesper dann der Geröllsurf und retour zum Unterboden, wo uns bald danach auf der Strasse ein Schafhirte in seinen Toyota auflädt, so dass wir rasch und knieschonend retour in Turrenbach sind. So können wir den schönen Tag zeitlich mehr als plangemäss abschliessen. Für mich war der Einarmige Bandit eine sehr schöne und befriedigende Begehung, als schwere Sportkletterei irgendwie ein idealer Kontrast zur Inwyler/Bielmeier ein paar Tage zuvor. Klar hätte ich mir gerne die komplette Onsight-Begehung geholt - dies entpuppte sich aber dann doch als zu ambitiöses Ziel. Ich werde aber sicher wieder einmal zu dieser sehr schönen Route zurückkehren, um mit etwas Vorwissen vielleicht den Roten Punkt abzuholen.

Facts

Ofen - Einarmiger Bandit 7b (6c obl.) - 7 SL, 215m - Schoch/Winkler 1989-2005 - ****;xxxx
Material: 12 Express, 2x50m-Seile, evtl. Camalot 0.75

Geniale, steile, athletische und anstrengende Kletterei, welche in gerader und direkter Linie durch die Ofen-Südwand führt. Es handelt sich mit Sicherheit um eine der besten Routen an diesem Berg, dennoch fehlen mir hier etwas Ambiance und alpines Feeling, um die vollen fünf Sterne zu vergeben. Knapp daran vorbei heisst jedoch immer noch, dass ein Besuch höchst empfohlen ist! Die Absicherung mit (vorwiegend) Inox-BH ist bestens ausgefallen, man kann hier voll angreifen und das persönliche Limit ausloten. Während man über die Dächer nötigenfalls auch im A0 oder A1-Style drüberkommt, so gibt es auch einige eher plattig-feine Passagen, wo die 6c-Moves bei guter Absicherung schlicht und einfach zwingend zu klettern sind. Mit meinem Foto oben oder dem Topo unten ist man bestens ausgerüstet, weitere Informationen findet man ansonsten im Extrem Ost oder dem SAC-Kletterführer Zentralschweiz Südwest.



Dienstag, 9. September 2014

Tällistock - Inwyler/Bielmeier (6a+)

Für die heutige Tour waren wir ein ziemlich heterogenes Trio: mit Rise war ein alpiner Geniesser mit von der Partie, Tobias kann man als Jäger und Sammler der Kletterklassiker bezeichnen und meinereiner bin ich eher der Sportkletterfuzzi. Dass die Tourenwahl unter diesen Voraussetzungen nicht ganz einfach sein könnte, liegt auf der Hand, zumal noch verbliebener Neuschnee nach dem Kaltfrontdurchgang zwei Tage zuvor den Träumen oberhalb von 2500m ein dickes Njet entgegen setzte. Mit der Inwyler/Bielmeier, einem der absoluten Klassiker im Berner Oberland und Pausetour obendrein, hatten wir aber ein sehr gutes Händchen. Einwandfreie Bedingungen trafen wir an, die Route entpuppte sich als absolute Perle und vermochte unsere drei verschiedenen Geschmäcker denn auch bestens zu befriedigen. Die logische Linie durch die steile, dolomitisch anmutende SE-Wand wurde 1960 unter der Führung von Sepp Inwyler eröffnet. In Bollerschuhen und von unten zeigte der damals Zwanzigjährige ein wahres Meisterstück, denn die Route ist praktisch durchgehend sehr steil und weist neben Riss-, Verschneidungs- und Kaminkletterei auch etliche Passagen über wasserzerfressene Wendenplatten und Tropflochwände auf, welche mit den damaligen Mitteln kaum abzusichern waren und viel Kühnheit erforderten. Klar, für die heutigen Massstäbe sind die Schwierigkeiten relativ moderat, die Ständplätze wurden mit Klebehaken saniert und auch zwischendurch steckt der eine oder andere Bolt. Gerade zusammen mit dem langen und durchaus alpinen Abstieg ist es immer noch eine grosse Tour!

Wir stossen auf rund 2000m durch die Nebeldecke...

...und sind unterwegs am Tällistock. Die Inwyler/Bielmeier verläuft in Falllinie des markanten Zackens rechts der Bildmitte.
Beginnen tut die Sache jedoch bequem mit einer Seilbahnfahrt. Die Tällibahn kann vorbildlich in Selbstbedienung betrieben werden, und so sind denn auch deren Betriebszeiten von 7.00-19.30 Uhr sehr klettererfreundlich. So ist denn auch die heimelige Tällihütte (1726m), welche sich gerade bei der Bergstation befindet, nicht zwingend als Quartier zu nutzen. Für den Zustieg verlässt man den blau-weiss-blau markierten Weg, der zum Klettersteig führt, schon nach 2-3 Kehren und ca. 30 zurückgelegten Höhenmetern. Für uns wurde die Aufgabe durch dichten Nebel erschwert, zum Glück hatten wir nach unserer Anfahrt über den Sustenpass da schon die Gewissheit, dass wir bald wieder durch die auf rund 2000m liegende Decke stossen würden. Ab dem Abzweig geht man steil und weglos rechts neben einer plattig-gneisigen Felsbastion hinauf, und zwar bis man auf ca. 1840m auf ein Querband aus Kalk trifft. Man steigt an deren Fuss nach links, bis sie einfach überwunden werden kann (Fixseil). Oberhalb hält man sich wieder nach rechts und steigt zum zweiten Band empor, welches an offensichtlicher Stelle recht einfach überwunden wird (Fixseil). Nach einer weiteren Grasquerung nach rechts hinauf, wartet schliesslich das dritte Band. Wenn man sich da nicht am Fixseil hochziehen könnte, so müsste man hier einen steilen Dreier über etwa 30m klettern, und würde nicht auf eine Seilsicherung verzichten wollen. Danach geht's nochmals etwas im Gras hoch bis zum Einstieg (ca. 2170m), der nur gerade durch eine Sanduhrschlinge gekennzeichnet ist. Um 9.15 Uhr waren wir nach 45 Minuten Zustieg bereit zum Loslegen. Die Abmachung war, dass Tobias den Teil bis zum Quergang führt, und ich die zweite Hälfte übernehme.

Die Schlüsselstelle im Zustieg, ein etwa 25m hohes Felsband im dritten Grad. Jedoch optimal mit Fixseil eingerichtet.
Ambiente und Panorama am Einstieg mit Blick auf die Berner Hochalpen sind einfach perfekt.
L1, 40m, 4c: Der Auftakt noch recht grasig und einfach, der Vorteil des Nachsteigers liegt hier darin, die schöne aber ungesicherte Platte links daneben klettern zu können. Weiter oben dann noch zwei Aufschwünge, so dass diese Länge ihren Grad durchaus verdient.

L2, 50m, 5c: Einfacher Auftakt, vorbei an altem NH-Stand, und dann einem Muniring. Nach diesem geht es in die Crux, eine Steilzone will durch eine kaminähnliche Verschneidung oder an den Henkeln links daneben gemeistert werden.

Kurz vor der Crux in L2 (5c), sie befindet sich im Kamin gleich oberhalb von Tobias' Kopf.
L3, 20m, 6a: Vor allem für die Zeit der Erstbegehung ein sehr kühner Quergang in steiler Wand nach links hinaus. Man klettert hier in prima Tropflochfels, eine der besten Längen der ganzen Tour!

Der geniale Tropflochquergang in L3 (6a).

Quel Plaisir!
L4, 45m, 6a+: Steile Seillänge, die Crux bildet die Dachzone etwa 10m oberhalb vom Stand. Sie klettert sich einfacher wie es den Anschein macht, bis auf einen etwas schlechteren Seitgriff sind es "alles Henkel". Der Rest dann einfacher dem Riss entlang, selbst der moosig-feuchte, düstere Kamin zum Schluss löst sich prima auf.

Kurz vor der Dachzone und Crux von L4 (6a+).
L5, 20m, 5c+: Steile Kletterei dem Hauptriss entlang. Von unten gesehen könnte man hier den Bammel bekommen, doch die Sache ist irre griffig und die Wand daneben tiptop strukturiert, so dass man hier erstaunlich einfach vorwärts marschieren kann. Wer möchte, kann die nächste Länge gleich anhängen.

Sälber legge isch Trumpf! Ideal-Placement zum Schluss von L5 (5c+)
L6, 30m, 6a: Erneut eine total geniale Länge in steiler Wand, die aber mit Henkeln nur so gespickt ist, so dass die Schwierigkeiten überschaubar bleiben. Nach den ersten 10m verlässt man den Hauptriss und zieht nach links hinaus auf den deutlichen Pfeilerkopf, wo ein sehr bequemer Standplatz wartet.

Rise setzt Fuss in L6 (6a), yours truly spielt den Besenwagen.
L7, 25m, 5c+: Zuerst schöne und steile Wandkletterei, immer noch gut, jedoch qualitativ nicht mehr ganz so perfekt wie die vier Längen davor. Zum Schluss dann noch einige einfachere Meter ins Amphitheater unter den grossen Überhängen.

Arbeitsteilung am bequemen Standplatz nach L7 (5c+)

Der K2 (8611m), im Berner Oberland auch als Finsteraarhorn bekannt.
L8, 25m, 6a: Wir wechseln die Führung, und der Ausgang aus dem überdachten Amphitheater bildet der berühmte Quergang nach rechts. Von diesem war ich dann fast ein bisschen enttäuscht. Soo luftig ist die Sache nun denn auch wieder nicht, das Band auf welchem man quert ist meist 30-40cm breit, so dass man fast rüberspazieren kann. Erst am Ende der Querung, wo es dann wieder raufgeht, warten 2-3 etwas schwierigere Züge in Wandkletterei. Klar, zu Zeiten der Erstbegehung war das sicher eine sehr kühne Sache und eine prima Leistung, insbesondere da man mit den damaligen Mitteln kaum sichern konnte! Heute steckt aber fast alle 2m ein BH, so dass hier auch schwache Nachsteiger kein Nervenflattern bekommen werden.

Im berühmten, fast etwas banalen Quergang von L8 (6a).
Look mummy, I can do it without hands!
Rise in der Crux von L8 (6a), ein bisschen in die Tiefe pfeift's hier schon!
L9, 30m, 6a+: Die ersten 10m vom Stand weg bieten wendenmässige Wandkletterei an super Tropflochfels, erneut für die damalige Zeit eine sehr kühne Leistung! Danach kurz etwas einfacher zur abschliessenden, etwas plattigen Wandzone. Entgegen der Angabe im Filidor-Topo kommt die Crux meines Erachtens erst hier. Ich bin die einfachere, rechte Variante geklettert, sie verlangt technisches Geschiebe an Seitgriffen und sauberes Antreten, der Fels ist etwas staubig.

In bester Wendenmanier startet die Schlüssellänge Nr. 9 (6a+).
Um es nochmals zu verdeutlichen: Top-Fels haben wir hier!
Das letzte Stück mit den schwersten Moves ist ziemlich abschüssig und etwas glatt.
L10, 25m, 5c+: Hammer-Seillänge, die bis auf eine SU-Schlinge und einen NH clean ist. Hier muss man ziemlich zwingend 2-3 Cams/Keile legen, wohingegen dies im Rest der Route eigentlich nur punktuell zur Ergänzung nötig ist. Der kühne, gelbe, einschüchternd steile Riss klettert sich aber echt super, der Fels ist einfach total strukturiert und die Griffe und Tritte zahlreich.

Die selbst abzusichernde, steile Verschneidung von L10 (5c+), eine total geniale Länge!
Die zaubert dem alpinen Geniesser ein Lächeln auf die Lippen!
L11, 35m, 5c+: Das Filidor-Topo ist hier unpräzise, vom Stand weg quert man zuerst 10-15m horizontal auf einem Band nach links. Dann an einer Rippe (NH) aufwärts, bevor man schliesslich supertolle, griffige Wasserrillen in Vollendung in die Hand kriegt. Für den angegebenen Grad eine sehr gutmütige Seillänge (eher 5ab).

Bequeme Terrasse zum Sichern des Vorsteigers in L11 (5c+).
Am Ende von L11 (5c+) warten dann traumhafte, griffige Wasserrillen.
L12, 20m, 6a: Nun wird es doch noch alpin! Ob dem Stand etwas "gschüderigs" Gelände, d.h. unsicherer Fels und schlechte Absicherung. Man klettert bis unter das markante Dach hoch, wo man endlich einen Verhau aus zwei schlechten NH und einer Knotenschlinge einhängen kann. Danach kühn und recht schwierig für den Grad links ums überhängende Eck rum und in den glatten Kamin (dort dann NH) hinein. Dies ist eindeutig die Vorstiegscrux der Route! Hier muss man eine 6a schon sauber draufhaben, die Stelle befindet sich 1-2m über der letzten, schlechten und einzigen Sicherung. Für mich etwas unverständlich, warum man hier nicht auch einen BH gesetzt hat, denn praktisch in der ganzen Route hat es pro Länge jeweils ein paar Exemplare und an wenigen Stellen waren sie so nötig wie hier.

Um diese Ecke herum und ins Chämi rein musst du geh'n! Die Vorstiegscrux der Route, mässig gesichert, in L12 (6a).
So sieht's aus, wenn man einmal im Kamin drin ist. Wobei, dann ist das Problem eigentlich gelöst.
Und so sieht es von oben aus.
L13, 40m, 2a: Einfaches Verbindungsstück hinauf zum Abschlusskamin. Erst ziemlich schuttig, wenn sich andere Seilschaften in der Wand befinden ist hier grösste Vorsicht angezeigt! Danach noch etwas leichtes Klettergelände, ein Dreier wie im Topo angegeben ist das jedoch bei Weitem nicht.

Als sie dieses tolle Schrofengelände erblickt haben, waren sie nicht mehr zu halten! Doppel-Vorstieg in L13 (2a).
L14, 40m, 5b: Wieder mal eine Seillänge, vor der man leicht den Bammel kriegen könnte! Der tief eingeschnittene Kamin lässt Böses schwanen. Dank irre strukturiertem Fels an den Seitenwänden geht es dann aber doch super, genussvoll und absolut ohne Gerampfe. Auch wenn einige NH und 4 BH stecken, ist die Sache doch etwas kühn - und ein Sturz liegt definitiv nicht drin, das Pingpong an den Seitenwänden würde bestimmt übel enden! Aber tja, ist ja nur 5b - was wahrscheinlich sogar stimmt, aber die Seillänge ist so ungewöhnlich, dass sie auf der Schwierigkeitsskala schwer einzuordnen ist. Auf jeden Fall: aussen bleiben, cool bleiben!

Das Abschlusschämi (L14, 5b) ist dann wieder Chefsache ;-)
Wirklich eine geniale Sache, die Folgen eines Sturzes in den Schlitz hinunter lassen sich vielleicht erahnen...
Um 14.45 Uhr sind wie schliesslich alle am Top angelangt. Das waren jetzt echt tolle 5.5 Stunden an bester Kletterei! Weil das Wetter nach wie vor einwandfrei aussieht, wollen wir noch den äusserst selten besuchten Gipfel des Tällistock versuchen. Vom Ausstieg auf rund 2500m sind es zwar nur etwa 80 Höhenmeter und 130m Horizontaldistanz. Trotzdem ist die Sache nicht zu unterschätzen, denn es sind doch noch einige Aufschwünge zu erklettern, die Schwierigkeiten entpuppen sich gemäss unserem Experten als T6, III. Einige der Kletterstellen sind ziemlich luftig, anregend und exponiert über der Südwand. Das Seil haben wir sowieso gleich unten gelassen, hier für zuverlässige Sicherungen zu sorgen wäre aber oft auch nicht einfach und zeitraubend. Gesagt sei auch noch, dass das Gelände ziemlich unübersichtlich ist, und der beste Weg alles andere als offensichtlich ist. Trotzdem, wir schaffen es hinauf zum zerfallenen Steinmann beim Kulminationspunkt, und machen uns nach ein paar Fotos und einem Handshake wieder an den Abstieg. Der ist nun natürlich noch schwieriger, weil die Dreierstellen auch wieder seilfrei abgeklettert sein wollen. Eine Stunde nach Aufbruch sind wir retour beim Ausstieg der Inwyler, laden unser Material auf und gehen Richtung Tal.

Unterwegs am Gipfelgrat zum Tällistock.
Fantastische Impressionen am Gipfel.
Dazu folgt man dem ENE-Grat, meist etwas unterhalb der Abbruchkante auf der Nordseite. Schwache Wegspuren und ein paar Steinmänner erleichtern die Orientierung. Das Ziel ist die Einsattelung bei P.2415, welche gemäss Topo 450m vom Ausstieg weg sein soll. Diese Angabe ist jedoch falsch, es sind auf der Karte schon 600m Horizontaldistanz, mit den paar Schleifen die man läuft und etwas auf und ab muss man mit gut 20 Minuten Gehzeit rechnen - es ist weiter als man denkt. Bei P.2415 hat man sich schliesslich zu entscheiden, wie man weiter absteigt. In Literatur und Web wird eigentlich ausschliesslich der Weg durch die Naht beschrieben. Dieser führt über eine Art Rampe mit exponiertem Kraxelgelände und ein paar Abseilern durch die SE-Wand hinunter. Der stetige Wechsel zwischen gehen, kraxeln und abseilen ist ja durchaus etwas mühsam, und soll gemäss den von mir konsultierten Quellen zwischen 2.5-3.0h (vom Ausstieg zur Tällihütte) dauern. Alternativ gibt es jedoch auch einen Abstieg nach Westen durchs Tälli. Weder Web noch Literatur geben dazu viel her, nach meiner Recherche und Kalkulation sollte dieser Weg aber möglich und schneller sein. Also wollen wir es versuchen!

Der Gipfelaufbau am Tällistock, hier ist klar ersichtlich, dass der nicht so trivial zu haben ist!
Eine der schwereren und heiklen Stellen auf dem Band beim Abstieg durchs Tälli.
Geröllholpernd und weglos, aber vorerst einfach geht es das Kar des Tälli hinunter. Auf 2200m beginnt das Gelände steiler abzufallen, und auf 2100m stellt sich endgültig die Frage, wo man hier den Durchschlupf findet. Das Terrain bricht nämlich ab, sieht wild aus und ist von oben auch kaum vernünftig einzusehen. Nach Karte ist der beste Weg eine ca. 400m lange Traverse nach links (SSW), welche auf ca. 2080m beginnt und leicht abfällt. Das entpuppt sich als der richtige Move, das Gelände ist zwar exponiert und als T6 einzustufen, aber trotzdem vernünftig gangbar. Plötzlich treffen wir auch auf einen Wildwechsel, der uns die Begehung erleichtert. Ansonsten gibt es auf diesem Abstieg jedoch keine Spuren und Markierungen, man muss den Weg wirklich selber finden und sich orientieren können. Gute Sicht zu haben ist absolute Pflicht, sonst wählt man besser die Naht! Ungefähr bei P.1997 treffen wir auf den bequemen Wanderweg, welcher zum Sätteli hochführt. Mit leicht schweren Beinen meistern wir diese 120hm Aufstieg, danach geht's dann nur noch runter zur Tällihütte und Bergstation der Seilbahn. Ohne zu eilen treffen wir nach 1:40 Stunden (ab Ausstieg Inwyler) dort ein, der Nord- bzw. Westabstieg hat sich zeitlich ganz bestimmt ausbezahlt. Ohne Wartezeit bringt uns die Seilbahn ins Tal, wir tuckern retour über den Sustenpass und verabschieden uns nach diesem tollen Klettertag schon bald darauf bei mir daheim.

Ein Blick auf die Wendenstöcke darf natürlich nicht fehlen. Heute wäre da aber nix zu holen gewesen, alles nass!

Facts

Tällistock - Inwyler/Bielmeier 6a+ (6a obl.) - 14 SL, 450m - Inwyler/Bielmeier 1960 - ****;xxx
Material: 2x (evtl. 1x bei Nordabstieg) 50m-Seil, 12 Express, Camalots 0.3-2, evtl. Keile

Toller Alpinkletterklassiker durch die steile, dolomitisch anmutende SE-Wand am Tällistock. Die wirklich kühne Leistung der Erstbegeher soll hier gewürdigt sein! Auch nach heutigen Massstäben ist die Kletterei durch Risse und Verschneidungen, über Tropflochplatten, Wasserrillen und henklige Dächer wirklich sehr lohnend. Der Fels ist meist vorzüglich und bestens strukturiert. Die Absicherung liegt für meinen Geschmack im grünen Bereich. Die Stände sind mit Muniringen saniert, meist steckt auch unterwegs der eine oder andere BH an strategisch günstiger Stelle, und etliche NH sind auch noch vorhanden. Punktuell will noch die eine oder andere mobile Sicherung gelegt sein, allzu viel Eigeninitiative ist jedoch nicht gefragt, insbesondere nicht an den Schlüsselstellen.

Montag, 25. August 2014

Cansla/Traumpfeiler - Traumschiff (7a)

Schon oft waren wir an diesem Stück Fels vorbeigefahren, welches sich unmittelbar am Kreuzungspunkt der Strassen zum Sella- und Grödnerjoch befindet. Keinesfalls achtlos, irgendwie stand es immer auf dem Plan, hier einmal zu klettern. Rein vom Namen her ist die Sache ja äusserst vielversprechend, andererseits fehlt hier etwas die richtige (alpine) MSL-Atmosphäre. Doch zum Abschluss unserer Dolomitenferien, mit bereits leicht müden Muskeln und Geist, waren wir um die kurze Zufahrt und den kurzen Zugang sehr froh. Dennoch bestand ja die Aussicht, hier auf hohem Niveau noch schönen Fels zu geniessen, und so kam es dann auch.

Die SW-Wand der Meisules della Biesces. Der Traumpfeiler ist nur der untere Teil dieser Wand.
Nachdem es in der Nacht erneut etwas Niederschlag gegeben hatte, verzichteten wir auf einen frühen Start und wollten dem Pfeiler die nötige Zeit zum Abtrocknen geben. Das Streiflicht der Sonne fällt so ab etwa 12.00 Uhr ein, somit konnten wir also bequem das Kinder-Morgenprogramm bestreiten und zogen los, als diese in ihren wohlverdienten Mittagsschlaf fielen. Tja, auch für sie waren diese Ferien von zünftigen Efforts geprägt, was sie für ein (inzwischen unübliches) Nickerchen reif machte. Der Zustieg dauert nur rund 10 Minuten, zuletzt geht es noch steil den schrofigen Vorbau hinauf, der aber durch ein Drahtseil entschärft ist. Der Einstieg ist nicht markiert, das Traumschiff aber unter den zahlreichen Routen dank den roten BH zu identifizieren. Zudem verläuft die erste Länge über die auf der Platte aufliegende Schuppe/Pfeiler. Gerade so um die Mittagszeit konnten wir loslegen.

L1, 25m, 6c: Der schon schöne, aber noch nicht allzu schwere Beginn mit einer (in Retrospekt) gutmütigen Reibungsstelle führt zu einer überhängenden Zone. Hier erst athletisch an Löchern und Töffgriffen, danach folgt der knifflige Ausstieg auf die Platte oberhalb.

Die ersten, angenehmen Sonnenstrahlen empfangen wir zum Ende von L1 (6c). Sie bleibt dann bis spätabends.
L2, 25m, 7a: In den ersten zwei Dritteln extrem schöne Lochkletterei, die nicht allzu schwierig ist (ca. 6b). Am Schluss kommt's dann knüppeldick, die Löcher sind nur noch sloprige Dullen, man muss gescheit antreten und einen weiten Move auf einen bereits etwas abgelutschten Sloper machen. Dies empfand ich als die schwerste Einzelstelle der Route. Leider kletterte ich erst in eine Sackgasse, was mir die komplette Onsightbegehung zunichte machte, schade! Nach kurzer Reconaissance liess ich mich zum letzten Ruhepunkt ab und holte mir immerhin noch eine Rotkreis-Begehung.

Die glatt-sloprige und anspruchsvoll-technische Crux am Ende von L2 (7a).
L3, 25m, 6c: Wir wählten die etwas einfachere Original rechts, links davon gäbe es auch eine 7a-Option. Die Kletterei bzw. Schwierigkeiten in dieser Länge sind affengeil und ziemlich anhaltend, da muss echt über längere Zeit sorgfältig überlegt und hingestanden werden! Und obwohl die Route generell bestens eingebohrt ist, muss hier ein recht schwieriger Aufsteher +/- zwingend gemeistert werden. Daher ist's wohl doch 6b+ obligatorisch.

L4, 25m, 6c+: Die ersten zwei Drittel bieten hier etwas einfachere, aber nach wie vor sehr schöne Lochkletterei (ca. 6a+). Dass in einer steileren Zone danach die Crux kommt ist dann offensichtlich - kurze Rechtsquerung, dann 2x Leisten riegeln, recht mühsam den Fuss auf den hohen Tritt bringen und schliesslich nicht runterfallen, bevor man das nächste, gute Loch gefunden hat!

Super Kletterei und schöner Tiefblick, den man in der schweren Stelle am Ende von L4 (6c+) jedoch kaum wahrnimmt.
L5, 25m, 7a: Gleich aus dem Stand raus muss man schon einmal etwas aufpassen und es wird gar nie richtig einfach, bevor dann schon die Crux kommt. Da musste ich zwar auch einmal kurz plattigst antreten und einen etwas riskanten Move machen, der offensichtliche Zielgriff ist aber auch eindeutig gut. Mich dünkte diese Stelle problemlos und ich fand sie fast weniger fordernd wie die vier Längen davor.

L6, 25m, 6c: Nachdem man endlich ein schön bequemes Grasbödeli als Standplatz hatte, scheint die letzte Länge etwas dolomitisch zu sein. Es kommt zuerst eine steile Zone mit gelbem, etwas splittrig aussehendem Fels. Die Kletterei ist vielleicht nicht mehr ganz so gut wie zuvor, entpuppt sich aber immer noch als sehr schön und gutgriffig an Löchern und Leisten - ein prima Genuss.

Das Top der Route ist erreicht, Strasse und Parkplatz sind nah. Allfälliger Töfflärm ist die Kehrseite.
Um 15.30 Uhr nach 3.5 Stunden Kletterzeit haben wir beide das Top erreicht. Um den Langkofel schleichen schon wieder dunkle Wolken, höchste Zeit für die Abseilfahrt! Obwohl man auch mit einem Einfachseil abseilen könnte, haben wir zum Glück das Doppelseil dabei. Die Seile werden eingefädelt, subito ist man 50m weiter unten und wählt den am nächsten liegenden Stand (einer Nachbarroute). Mit zwei weiteren Manövern sind wir wenige Minuten später zurück am Einstieg. Wir packen unsere Sachen und trotten zum Auto zurück, der Himmel lässt tatsächlich noch ein paar wenige Tropfen fallen. Wir bleiben aber im Wesentlichen trocken und konstatieren, dass dies nun ein sehr schöner und genussreicher Abschluss unserer Dolomitenferien 2014 war!

Das Ferienfazit steht sogar auf der Cola-Flasche drauf :-)
Facts

Cansla/Traumpfeiler - Traumschiff 7a (6b+ obl.) - 6 SL, 150m - Demetz/Vinatzer 1986 - ****; xxxxx
Material: 12 Express, 1x60m oder besser, 2x50m-Seile

Geniale, relativ kurze, aber dafür anhaltende MSL-Kletterei auf traumhaftem, löchrigem Fels. In der wenig gegliederten Wand wähnt man sich schon fast beinahe wie an den Wendenstöcken! Für die vollen fünf Sterne reicht es aber nicht ganz, da es der Route an Länge und Ambiente fehlt. Zudem weist der Fels bereits ein paar Kletterspuren auf, was aber nicht als sonderlich störend empfand. Die Absicherung mit vielen BH ist sehr gut ausgefallen. Sie erfordert keine zusätzlichen Mittel und man kann wirklich voll angreifen. Trotzdem, einige Stellen sind unmittelbar über dem Haken zu meistern, so dass ein gewisses Können unabdingbar ist, um das Top zu erreichen.

Topo

Die Route bzw. der ganze Klettergarten wird in zahlreichen Dolomiten-Kletterführern erwähnt. Auch auf dem Netz findet man einiges und selbst vor Ort hat es einen Aushang, an welchem das komplette Topo des Gebiets vorhanden ist. Ich habe es mir trotzdem nicht nehmen lassen, zur Erinnerung meine eigene Version anzufertigen. Es ist auch als PDF verfügbar.