Der Excaliburpfeiler ist eines der formschönsten und majestätischsten Stücke Fels, über welches wir in der Schweiz verfügen. Jede Route, welche ich bisher dort in Angriff nehmen konnte, war ein grandioses Highlight in Sachen Kletterei, Felsqualität und Erlebnis. Meine Première feierte ich anno 2007 mit der Excalibur, später folgen dann die anspruchsvollen MSL-Sportklettereien Lancelot, Blaue Lagune und Troja. Nun war also die schon lange erwartete Stunde gekommen, um in der Niagara Hand anzulegen. Und der Klettertag entwickelte sich so genial wie erhofft. Nichts schien uns stoppen zu können: weder die physisch harten Moves, noch die zwingenden Plattenstellen, selbst der Runout wegen einem fehlenden Plättli in der Cruxlänge liess sich meistern. Kurzum: eine Traumtour!
Ziemlich genau eine Woche nach unserem letzten Besuch für Nachtexpress liefen wir wieder von der Wendenalp los. Dieses Mal um 8.20 Uhr und damit tageszeitlich ein paar wenige Minuten früher. Der Mitstreiter waren an diesem Weekend deutlich mehr, 12 Fahrzeuge waren schliesslich zugegen - was sich ob der Vielzahl der zur Verfügung stehenden Routen natürlich sehr gut verteilte. Auf dem üblichen Weg liefen wir in einer guten Stunde zum Einstieg. Die Details seien hier wegrationalisiert, einzig: am Ende steigt man in der felsigen Zone in Falllinie vom Elefantenohr bis zur Wand hinauf und quert dann horizontal nach links zum Einstieg. Die grasigen Schrofen direkt in Falllinie vom Excaliburpfeiler sind hingegen sehr steil und heikel. Am Startpunkt trafen wir auf eine 3er-Seilschaft aus Deutschland. Der bekannte Alpinist David B. wollte hier den Moderne-Zeiten-Punkt in der Excalibur buchen - interessant ihn nach früheren Onlinekontakten das erste Mal in freier Wildbahn zu treffen. Für uns bedeutete dies erst zu warten oder dann einen alternativen Weg über den Vorbau zu wählen - auf letzteres fiel unsere Wahl, ein paar Minuten vor 10.00 Uhr starteten wir mit der Kletterei.
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| Stotzig lautet das Motto an den Wendenstöcken, dieses Foto gibt den Groove gut wieder! |
L1, 35m, 6b: Die in der Literatur beschriebene Vorbaulänge startet bei einem ausgetretenen, kleinen Platz mit einem Cluster von SU-Schlingen. Ca. 10m rechts davon erspäht man in 15-20m Höhe ebenfalls einen BH und wenn man genau hinschaut, auch noch 2-3 stark verwitterte SU-Schlingen auf dem Weg dahin. In keinem Wenden-Topo war diese SL bisher beschrieben, doch wir wollten es versuchen. Und ja, es ging: die Crux befindet sich nach dem BH, die Schwierigkeit und auch der Charakter sind in einem ähnlichen Rahmen wie in der "richtigen" L1 am Vorbau und die Absicherung mit den SU und 2-3 Cams ist ok. Zum Ende tendiert man nach links und muss den BH-Stand der "richtigen" SL nutzen. Es wäre absolut sinnvoll, diesen Einstieg zu sanieren. Also eigentlich bräuchte es nur einen Standplatz, neue SU-Schlingen und im oberen Teil vielleicht noch einen zusätzlichen BH, damit der Wegverlauf klar markiert und gut abgesichert ist.
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| Die alternative, rechte L1 (6b) am Excalibur-Vorbau startet direkt in Falllinie des blauen Streifens. |
L2, 35m, 6a+: Die Sanierung des Rechtseinstiegs macht umso mehr Sinn, als dass es auf der zweiten Etage ebenfalls zwei Linien gibt (die so auch in der Literatur beschrieben sind!). Nur ein einziges Mal, als wir die Blaue Lagune gingen, war ich bisher die rechte Variante geklettert. Diese bietet auf der ersten Hälfte schöne Steilplattenkletterei mit ein paar interessanten Hinsteh-Moves, der obere Teil ist dann einfacher. Diese SL ist (teil)saniert, einige alte BH und SU-Schlingen wurden durch rostfreie BH ersetzt - danke!
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| Ohlalalala, der Blick vom Vorbau! Hier zentral voraus verlaufen Lancelot und Blaue Lagune. Wir biegen hingegen nach rechts ab. |
L3, 60m, Gehgelände: Hinauf über die wenig steile Wiese zur Wand des eigentlichen Pfeilers (Einstieg der Blauen Lagune). Nun über ein Band nach rechts, es stecken einige BH, später ist dann ein altes und teilweise verrottetes Fixseil vorhanden. Zum Ende (nach dem Einstieg von Wendenvögel) muss dann sogar wieder etwas abgestiegen werden, diese Stelle ist ohne Nutzung des Fixseils wohl so ca. im vierten Grad angesiedelt. Der eigentliche Start zur Niagara befindet sich am Ende des Fixseils bei einem Stand mit 2 BH. Es ist auch möglich, ihn direkt von unten zu erreichen. Dazu müsste man die ersten 2 SL von La Lunga Attesa klettern und den Startpunkt dann über eine einfache, selbst abzusichernde Länge über eine diagonal nach links ziehende Rampe erreichen. Nicht schöner wie der Excalibur-Vorbau, aber etwas einfacher, direkter und schneller.
L4, 40m, 7a: Viel Schonfrist gibt's nicht mehr, ganz offensichtlich geht's da gleich zur Sache! Der erste BH ist etwas heikel anzuklettern, unmittelbar danach heisst es die Crimp-Krallen ein erstes Mal auszufahren. In wieder etwas griffigerem, aber doch überhängendem Gelände geht es zur Crux. Diese folgt nach dem vierten BH mit der Überquerung des Wulstes. Power-Moves sind gefragt (in Nähe des BH), danach muss in der scharf mit Seitgriffschüppli strukturierten Wand aber dann ein Stück geklettert werden, bis wieder geklippt werden kann - da muss man parat sein! Darauf folgt eine einfachere Schuppe alpinen Zuschnitts, welche aber zwecks einer rechtsführenden Reibungstraverse zu Wasserrillen hin verlassen wird. Die Rillen sind traumhaft schön und vergleichsweise easy. Der Runout zum Stand ist aber beträchtlich, Cams (mindestens Grösse 1, grösser ist auch nicht verkehrt) beruhigen das Gemüt.
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| Ganz so locker wie der Akteur hier posiert, wird sich der steile Start in L4 (7a) unter Umständen nicht anfühlen. |
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| Das Finish von L4 (7a) bietet fantastische Wasserrillenkletterei. Eigentlich gemütlich, aber... |
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| ...gesichert werden muss mit Cams, doch wie gut diese in den sich etwas öffnenden Rillen hielten?!? |
L5, 30m, 6a: Hier haben wir es mit einer Rätikon-Style-Seillänge zu tun. Die plattige Natur und der moderate Grad lassen wenige Hindernisse vermuten. Es ist dann aber doch ziemlich slabby und auch wenn im Feld 4 BH stecken anstatt nur der versprochenen 2 BH vom Topo, so ist es ob der anhaltenden und fusslastigen Natur gar nicht mal so supereasy-relaxt. Das Ganze übrigens jedoch bei absolut göttlich silbergrau-rauer Felsqualität, quel bijou!
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| Eine wunderschöne Rätikon-Slab wartet in L5 - offiziell 6a, in Realität eher schwieriger. |
L6, 30m, 6c+: Es folgt wieder ein deutlich athletischeres Gerät, fordernd für den Grad! In der Wand oberhalb vom Standplatz spielt sich das Geschehen ab, welche mit einer Rechtstraverse durchquert wird. Einige Schüpplein und kleine Crimps sind zu nutzen, rechtzeitig gibt's aber auch immer wieder mal einen guten Griff eingestreut. Besonders zu erwähnen das unverhoffte Supertropfloch - auch du wirst erleichtert sein, wenn du deine Griffel darin versenken kannst. Tolle Seillänge :-) !!!
L7, 30m, 7b+: Die megamässig überhängende Ausdauerseillänge. Es ist effektiv so, die Felsqualität ist hier im Gegensatz zu den anderen Pitches nicht Premier Cru. Aber das ist Jammern auf sehr hohem Niveau, es stört gar nicht und die Kletterei ist einfach affengeil. Schon die "Zustiegswand" zur drohenden Walze fordert - wohl ca. im anhaltenden 7a-Bereich und da ist auch etwas Luft zwischen den Bolts. Kräftige Power-Moves führen an die steilste Zone heran, die Crux dann unmittelbar nach dem Klipp des BH mit dem Umkehrkarabiner. Ja warum war der da? Hier manifestierte sich endgültig die Befürchtung, dass beim folgenden BH im stärkst überhängenden Stück das Plättli fehlt. Wohl dem, der hier die nötigen Reserven hat und die Coolheit mitbringt. Bei meiner Ropegun Bernat war das der Fall. Schütteln, schauen und dann den Fokus aufs Klettern legen - wenn man Onsight durchsteigt, dann spielt der fehlende BH ja keine Rolle. Tönt in der Theorie überzeugend und einfach... in der Praxis ist es sicherlich für die wenigsten realistisch. Wobei nach der Crux, bzw. im Abschnitt zum, über und nach dem fehlenden BH durchwegs gute Griffe vorhanden sind und ich (im Nachstieg) ebenfalls souverän durchsteigen konnte.
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| Der Monster-Überhang in L7 (7b+), eine absolut geniale Seillänge! |
Hinweis: zum Beheben des Problems braucht es eine BH-Lasche und eine 17er-Mutter (M10). Idealerweise rostfrei, denn so ist der Dübel. Allerdings hat man da keine Hand frei und allerhöchtens für jemand mit sehr grossen physischen Reserven und einer Megaportion Coolheit ist es denkbar, das Plättli aus der Kletterstellung einhändig zu montieren. Definitiv ist es besser, einen Skyhook / Cliffhanger mitzubringen. An der positiven Leiste gleich neben dem BH kann man sehr gut cliffen, so wurde der BH sicherlich platziert.
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| Rückblick auf L7 (7b+): wenn man nicht das Seil als Referenz hätte, könnte man noch glauben, es sei eine Platte. |
Und tja, ich hätte es gerne gleich gefixt, aber leider konnten wir die Sache nicht in Ordnung bringen. In meinem Haulbag habe ich jeweils Reserve-Plättli und -Mutter dabei. Doch wir nutzten Bernats Haulbag und hatten damit kein Ersatzmaterial. Der Grübler mit der 17er-Lochung hätte die Rettung sein können - wenn möglich, so hätte ich eines der Plättli am darunter liegenden Stand mitgenommen und auf der SL platziert. Leider aber waren beide Laschen dort so beschaffen (der Stift zu nahe am aufgebogenen Teil), dass ich die Muttern mit dem Grübler (der relativ viel Material ums Loch hat) nicht lösen konnte, doof!
L8, 45m, 6c: Eine absolut fantastische Wandkletterlänge wartet hier. Und die Wand gleich oberhalb vom Stand hat es in sich. Nicht so trittig, für die Hände gibt es ein paar Untergriffschüppli, man erkenne die einfachste Lösung. Danach geht's erst mal gut voran, erst nach der Hälfte sind die beiden als nahe steckend erscheinenden BH in der "Kohlewand" (spezielle, schwarze Einschlüsse) dann doch plötzlich nicht so nahe, wie es zuerst den Anschein macht. Der Stand dann gemeinsam mit der Route Wendenvögel, darum "verzieren" 3 gebohrte SU-Schlingen in erbärmlichem Zustand den Ort. Das ist an dieser Stelle unproblematisch, weil auch 2 solide BH stecken. Anderswo in der Wendenvögel dürfte man jedoch nur auf solche Pseudo-Sicherungen zählen können, was sie wohl faktisch unbegehbar macht.
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| Stand, chasch cho! Einrichtungen der nicht mehr begangenen Route Wendenvögel, mit welcher der Standplatz geteilt wird. |
L9, 35m, 6c: Neuerlich eine sehr schöne Länge mit Start an einer Verschneidung, etwas gesucht geht's dann links weg. Es folgt schöne Wandkletterei, später geht's griffig und steil über eine Nase hinweg. Ein paar kniffligere Stellen gibt's, aber es präsentiert sich immer wieder eine Lösung. Ich fand das im Nachstieg super flowig und für den Grad gutmütig (z.B. im Vergleich zu L6). Wobei dies vielleicht auch (die gewissermassen objektivere) Nachsteigerperspektive sein mag. Denn wirklich eng stecken die BH hier definitiv nicht und so könnte das Empfinden am scharfen Seilende ein anderes sein. Der Stand ist dann nochmals gemeinsam mit Wendenvögel, dementsprechend darf man weitere SU-Artistik bestaunen.
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| Die letzten 3 Seillängen führen in Nähe der schwach ausgeprägten Kante des Pfeilers hinauf. Hier L9 (6c). |
L10, 30m, 6c+: Grundsätzlich nochmals eine Länge von ähnlichem Charakter wie davor, wobei es hier nochmals eine gute Prise an schlabbriger Reibungsarbeit gibt. Dies gilt insbesondere, wenn man sich sehr direkt in Hakenlinie bewegt. Laut dem verbalen Austausch mit meinem Kletterpartner ist meine Alternativlösung einfacher, sie erfordert jedoch einen etwas reachy Klipp... für mich ging's, aber mit kürzeren Armen eventuell nicht?!? Zum Ende hin dann verblüffend gut abgesichert (wollten die Erschliesser die übrig gebliebenen BH nicht mehr ins Tal tragen? ;-)), bei etwas nachlassender Felsqualität.
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| Die Conditions für guten Grip sind beim luftigen Finish von L10 (6c+) absolut gegeben. |
Von Stand 10 sind es nur noch wenige Meter im Gehgelände auf das wenig selbständige Top vom Excaliburpfeiler. Knapp vor 16.30 Uhr war es geworden, was somit 6:30h an Kletterei ergibt. Wir waren total geflasht von der affengeilen Kletterei und der perfekten Begehung. Die Lorbeeren dafür fallen natürlich in erster Linie Bernat zu. Der hat nun nicht nur alle 5 gemeinsamen Wendenrouten einwandfrei gezogen, sondern auch immer die Crux-Abschnitte vorgestiegen, während der alte Mann in geschickter Arbeitsteilung jeweils das einfachere Terrain zugeteilt erhielt. Dieses Mal war mein Vorstiegsanteil jedoch kleiner als erhofft/geplant. Denn ab der Cruxlänge "chutete" der thermische Aufwind so verrückt, dass ein doppelter Aufenhalt am Stand zu starker Auskühlung geführt hätte und es deswegen auch ratsam schien, die schnellere bzw. versiertere Person vorsteigen zu lassen. Zumindest hatte der Wendennebel ein Erbarmen mit uns und waberte nur in den Regionen oberhalb der (Kletter-)Gipfelhöhe herum.
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| Top of Excalibur, der Wendennebel zum Glück über unseren Köpfen statt vor der Nase. |
Für eine längere Pause am Top war die Situation nicht gegeben. Nach einigen Posen für die Fotos galt es unmittelbar, zu einem wohlbehaltenen Weg ins Tal überzugehen. Am steilen Excalibur und im exponierten Wendenzustieg keine Trivialität, aber für uns nach mehreren Repetitionen doch so etwas wie Routine. Abgeseilt wird über Excalibur, wobei der Stand oberhalb vom Dach nicht ausgelassen (bzw. zumindest geklippt) werden sollte - sonst wird es schwierig nicht irgendwo als Schinken luftgetrocknet im freien Raum zu enden. Diesbezüglich ungerupft erreichten wir den Einstieg, packten unsere Ware und liessen es talwärts rollen. Zügig wurde die Wendenalp erreicht, super glücklich mit diesem genialen Klettertag machten wir uns auf dem Heimweg. Nummer 47 war ein absolut durchschlagender Erfolg gewesen - eine Bezeichnung, womit man definitiv nicht jede Nummer 47 attributieren würde ;-)
Ob die Niagara nun den Reigen der Klettereien am Excalibur schliesst? Eigentlich gäbe es noch drei weitere Routen (Zonda, Indian Summer, Wendenvögel), die bestimmt auch schöne Kletterei bieten. In die letztere der drei hat man einen sehr guten Einblick, und der Fels sieht echt fantastisch aus. Wegen unzureichender bzw. komplett veralteter Absicherung mit vielen nicht selbst fädelbaren SU-Schlingen kann da aber kaum mehr geklettert werden. Hoffentlich erbarmt sich jemand einer vernünftigen Sanierung dieser Route(n) - dann bin ich sehr gerne am Start!
Facts
Wendenstöcke / Excalibur - Niagara 7b+ (7a obl.) - 10 SL, 370m - Ruhstaller/Rathmayr 1999 - ****;xxx
Material: 2x50m-Seile, 12 Express, Cams 0.2-1 oder evtl. 2
Eine weitere Traumtour des illustren Erschliesser-Duos Ruhstaller/Rathmayr. Die Kletterei besticht weitgehend durch exzellenten Fels und einen interessanten Mix zwischen athletischen und steilplattigen Seillängen. Ein wenig Abzug auf der Top-Top-Skala gibt's wegen dem etwas umständlichen Weg über den Vorbau mit anschliessender Traverse. Auch die Ästhetik der Linie am Rande des Pfeilers kann nicht ganz mit einer Blauen Lagune mithalten. So gebe ich hier 4.5 von 5 Sternen, also sehr, sehr gut. Zu beachten ist die Nähe zum Wasserfall. Ist dieser "in Betrieb", so kann er auf die Route geweht werden, ebenso besteht eine gewisse Gefahr von Steinschlag. Im Sommer/Herbst, wenn es keinen Schnee mehr in der Gipfelregion hat ist der Wasserfall meistens ausgetrocknet - am besten also dann anrücken. Die Absicherung mit einem Mix von verzinkten und rostfreien BH kann man als ok bezeichnen. Die schwierigen Passagen ab ca. 6c sind gut gebohrt, wobei es diverse zwingende Passagen gibt. Im einfacheren Gelände stecken schon auch regelmässig Bolts, es fühlt sich nicht Harakiri an. Trotzdem sollte man dieses Terrain souverän im Griff haben. Insgesamt würde ich aber sagen, die Absicherung sei tendenziell weniger fordernd wie in der Deep Blue Sea oder Tsunami. Anzuraten sind ein Set Cams von 0.2-1, auch wenn sie nicht oft zum Einsatz kommen. Für die Rillen am Ende von L4 (7a) ist auch ein grösseres Exemplar nicht verkehrt, auch wenn man dieses sonst nie braucht. Ein Topo zur Niagara und Infos zu den umliegenden Routen findet man im Extrem West, Band II.















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