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Montag, 14. Oktober 2024

Chli Bielenhorn - Dos Idiotas (7a)

Ein weiterer, hitziger Spätsommertag war angekündigt. Zu heiss für die sonnig ausgerichteten Wände in tieferen Lagen, aber für den Granit am Furkapass sollte es perfekt sein. Denn allzu zahlreich sind die Tage, wo man da ohne Quellbewölkung, Wind und Zähneklappern klettern kann nun auch wieder nicht. Die Routen am Chli Bielenhorn passten am besten in unser relativ enges Zeitbudget, zeichnen sie sich doch durch einen kurzen Zustieg und moderate Länge aus. Unsere Wahl fiel auf die Dos Idiotas, eine von Urner Locals im 2013 erschlossene Route, welche es noch nicht zu grösserer Bekanntheit geschafft hat. Obwohl sich das Topo inkl. Begehungswunsch schon lange in meiner Schatulle befand, hat es nun doch auch lange Jahre gedauert, bis es hier zu einem Go kam. Belohnt wurden wir mit einer fantastischen Kletterei!

Die fantastische Südwand des Chli Bielenhorn mit dem Verlauf der Dos Idiotas (8 SL, 7a).

Um 8.25 Uhr brachen wir beim Sidelenbach P.2280 auf. Wir folgten dem markierten Weg zur Sidelenhütte bis zur Bachüberquerung auf 2470m, wo rechts eine deutliche Steigspur abzweigt, welche zu den Einstiegen am Chli Bielenhorn führt. Nach rund 40 Minuten Zustieg waren wir vor Ort, der Einstieg zur Dos Idiotas liess sich dank einer Metallplakette problemlos und zweifelsfrei identifizieren (ca. 30m links und höher oben als die Sacremotion ist man richtig). Wir bereiteten uns auf die Kletterei vor und starteten um 9.20 Uhr in die erste Seillänge.

L1, 35m, 6a+: Allzu viel fixes Material steckt hier nicht, es sind 3 BH, welche fast mehr die Aufgabe der Wegmarkierung haben. Der Start in einer Verschneidung (BH) weckt einen gleich mal auf - es ist nicht so easy, wie man sich vielleicht erhofft. Nach etwas terrassiertem Gelände geht's mit einer grossen Rechtsschleife am nächsten BH vorbei. Dann links traversieren, bevor ein schöner Riss mobil gesichert werden will. Zuletzt in einfacherem Gelände gerade hinauf zum Stand.

Hier geht's los mit L1 (6a+), rechts davon in der Verschneidung die Trad-Route Krampfader (6a+).

L2, 25m, 7a: Wahnsinnig aufgewärmt ist man nach L1 nicht, aber hier schlägt bald einmal die Stunde der Wahrheit! Die Route zieht nämlich nach links hinaus in einen wahnwitzig erscheinenden, steilen Plattenschuss. Der Auftakt zum ersten BH in dieser Slab ist nicht schwierig, aber doch relativ weit und legen kann man nicht - Vorsicht! Einmal geklippt, geht's dann gleich los. Die Füsse sind super-schlabbrig auf relativ glitschigem Granit, mit den Händen bedient man sich der seichten Rissspur, die ein paar Seitgriffcrimps bietet und piazartiges Moven auf Gegendruck erlaubt. Ich stehe da relativ subito wie der Esel am Berg, mein Onsight-Go verpufft chancenlos. Nach etwas Auschecken und Vertrauen gewinnen ist dann aber eine Lösung identifiziert - so extrem schwierig ist es nicht einmal, denke 7a passt schon. Die restlichen Meter ab dem Stance nach der Crux zum Stand bieten dann schöne, mobil zu sichernde 6a+ Risskletterei und sind zügig erledigt. Meinen zweiten Go für diese Länge verschiebe ich auf das Abseilen (falls Zeit, Kraft und Motivation dann noch vorhanden), wo ich dann tatsächlich reüssieren kann.

In einem glatten Plattenschuss verläuft das Kernstück von L2 (7a), eine Rissspur erlaubt die freie Kletterei.

L3, 25m, 6b+: Supercoole, granitige 3d-Kletterei an Verschneidungen und Schuppen. Es stecken 2 BH welche bei der Routenwahl helfen, der Rest ist mobil zu sichern. Der Beginn erfordert gleich (für mich) zwingend den 3er-Cam, das ist aber die einzige Stelle der ganzen Route, wo wir diesen eingesetzt haben. Mit kreativer Technik geht's die relativ enge, V-förmige Verschneidung hoch. Nach 12m traversiert man dann unter einem Überhang nach links um erneut bewegungsintensiv die überdachte Verschneidung zu erobern. Zuletzt dann noch ein tolles, athletisches Finish an griffigen Schuppen.

Kräftig-griffige Kletterei am Ende von L3 (6b+)

L4, 30m, 6b+: Der Auftakt hier macht richtig Freude: super Felsqualität entlang von zwei Schuppen, die eine Verschneidung bilden. So gibt's hier gleich zwei Risse zum Greifen und Cams zu versorgen. Nach diesem gängigen Start ginge dann gerade hinauf die 7b-Direktvariante, welche sich ähnlich wie in L2 auf Gegendruck an dünnem Seitgriffriss mit schlabbrigen Tritten abspielt (Eindruck gemäss meiner Inspektion beim Abseilen). Wir wählen hingegen das leichter verdauliche Original, das am Ort wo sich die Wand aufsteilt eine supercoole, horizontale Hangeltraverse an einem Rail bietet (BH). Da es nur wenige Tritte hat, ist das trotz den guten Griffen noch recht pumpig. Das Finish dann mehr mit Wandkletterei, es geht mit einer recht grossen Rechtsschleife um den BH herum.

Jonas hangelt am Rail im Quergang von L4 (6b+)

L5, 40m, 6b+: Hier könnte man bzgl. der Routenwahl in Zweifel kommen, v.a. wenn man nur über das Topo im Uri Excellence verfügt, welches hier m.E. irreführend ist. Jedenfalls gibt es vom Stand weg zwei Risssysteme, welche hinauf zum Dach führen, oberhalb dessen ein BH steckt. Mit dem Originaltopo ist aber glasklar, es ist der rechte Riss zu wählen (links sicher auch kletterbar, aber wie schwierig und wie gut absicherbar?!?). Schon mal nicht trivial hinauf (6a+), die Querung unter dem Dach recht knifflig (6b) und der Piaz-Ausstieg dann mit der kräftigen und zwingenden Crux über dem BH. Nach meinem Empfinden die schwierigste der drei 6b+. Damit ist's dann aber gegessen, man merkt nach dieser Passage gleich, dass sich die Wand zurücklegt und oben wohl nicht mehr die anhaltenden Schwierigkeiten von unten bietet. Das gilt auch für das Finish dieser Länge: Achtung, es geht nicht an den gut sichtbaren Stand links (von der 7b-Variante), sondern in einfachem Gelände noch 20-25m gerade hinauf weiter zu Stand auf bequemer Terrasse (zwei Orientierungs-BH vorhanden). 

In L5 (6b+) geht's rechts aus dem Stand raus, schöne Risskletterei wartet.

L6, ~55m, 6a: Lange Seillänge mit griffiger Plaisirkletterei, welche sich über weite Strecken eher im Grad 5a/5b abspielt. Hier stecken total 5 BH, ein bisschen was dazulegen kann man auch noch hier und da. Am Ende ist es dann etwas unklar: es steckt nochmals 1 BH, mit einer Linksschleife durch grasiges Gelände erreicht man den Stand 6m höher auf dem Pfeilerkopf unschwierig. Dann muss man sich aber die Frage stellen, wo sich die 6a auf dieser Seillänge befunden hat. Im Nachstieg habe ich dann den direkten Weg über den Haken hinauf zum Stand gewählt. Der hat sich aber als echt noch taff (~6b) erwiesen, zudem ist's im Vorstieg auch noch ein Runout mit Seilzug, den will wohl jede/r vermeiden.

In diesem Gelände verläuft L6 (6a), in voller Auflösung erkennt man auch Jonas, der sich am Stand befindet.

L7, 35m, 6c: Hier wartet zuerst schrofiges Gehgelände, welches einen zum markanten, steilen Turm bringt. De fakto wäre es nicht unweise, eine kurze Übergangslänge zu machen und am Beginn der steilen Kletterei nochmals Stand zu beziehen. Sonst leidet man im steilen Teil unweigerlich unter Seilzug, und das obwohl ich die drei zentralen BH mit 60er-Alpinexen eingehängt habe. Allerdings: die Standmöglichkeiten am Fuss vom Turm sind nicht optimal, man muss den hoch steckenden ersten BH verwenden. Und dieser steckt mit gutem Recht so hoch - nichtsdestotrotz würde ein Sturz vor dem zweiten BH am Turm wohl zu einem Grounder auf dem Band führen. Vorsicht also, die Kletterei ist nicht prohibitiv schwierig und der Abstand nicht megaweit - aber die ganze Anlage (wenn man vom Stand nach L6 sichert) ist halt einfach ungünstig. Das alles tönt jetzt so, wie wenn diese Seillänge ein Mist und ein Mega-Gewürge wäre. Das entspricht aber überhaupt nicht der Realität. Bald wartet nämlich affengeile, super athletische Henkelkletterei - super! Ich fand es für 6c gemütlich, aber vermutlich ist das bei einer solchen Seillänge für Sportkletterer mit deutlich höherem Niveau so zu erwarten.

Steile, aber dafür so richtig henklige Kletterei am Turm in L7 (6c).

L8, 25m, 6a: Kurz rauf, ein plattige Traverse nach rechts zur Kante, wo es nochmals steil, griffig und mit mobiler Sicherung aufwärts geht. Man erreicht dann eine Art Grat, wo man nach rechts zum finalen Stand klettert.

An dieser Stelle befindet man sich an einem Turm etwa 20hm unterhalb vom Gipfelgrat. Der einzig logische Weiterweg ist aber jener am Seil zurück zum Einstieg. Genau so machen wir das um 13:40 Uhr, was 4:20h Kletterzeit für die Route ergibt. Das Abseilen geht zügig und gut (Stände 8 - 6 - 5 - 3 - (2 oder 1) - Boden), wobei man v.a. beim obersten und zweitobersten Abseiler aufpassen muss, dass man mit dem Seil keine Steine in die Tiefe schickt. Die Eigengefährdung dadurch ist klein, wenn's jedoch andere Leute in der Wand unterhalb oder am Wandfuss hat, so befinden sich diese im Gefahrenbereich. Sonst lief es glatt, und das Zeitbudget liess noch das Erledigen der Pendenz mit dem Durchstieg der Cruxlänge zu. Wenig später waren wir am Wandfuss, räumten zusammen und gingen retour zum Ausgangspunkt, damit wir die versprochene, frühe Rückkehrzeit daheim einhalten konnten. Auch wenn wir die Strassen mit vielen anderen Verkehrsteilnehmern teilen mussten gelang das und wir konnten einen rundum gelungenen Tag mit einer absolut passenden Tourenwahl konstatieren.

Facts

Chli Bielenhorn - Dos Idiotas 7a (6b+ obl) - 8 SL, 270m - Bunschi/Gisler 2013 - ****;(xxxx)
Material: 2x60m-Seile, 12 Express, Cams 0.2-3 (& evtl. 0.3-1)

Tolle und abwechslungsreiche Granitkletterei, welche auf den ersten 4.5 Seillängen so richtig kernig und steil daherkommt. Danach legt sich das Gelände dann (ortstypisch!) zurück und die Kletterei ist nicht mehr so anhaltend. Wobei es in der Dos Idiotas mit dem Turm in L7 nochmals ein richtiges Highlight gibt. Mir hat die Route mindestens so gut gefallen wie die beiden hochgelobten Remy-Kreationen Sacremotion und Psychides. Der Anspruch in der Dos Idiotas ist höher als in der Sacremotion und (bis auf deren hammerharte Cruxsequenz) in etwa ähnlich wie bei der Psychides. Das Absicherungskonzept in der Dos Idiotas überzeugt vollauf: über weite Strecken muss man mobil sichern, aber wo man nicht zuverlässig legen kann oder es für die Orientierung zwingend ist, stecken solide, rostfreie Bohrhaken. Sozusagen Piola-Style oder auch das, was wir in unserem Touren am Zervreilahorn umzusetzen versucht haben. An Cams braucht man ein volles Set von 0.2-3, wobei wir den 3er nur 1x am Anfang von L3 eingesetzt haben, da war er aber ziemlich zwingend. Dank den BH und den relativ kurzen Seillängen geht's m.E. mit einem einzigen Cam-Set, sofern man mobil nicht wesentlich kürzere Abstände macht wie wenn es BH hätte. Verbauen lässt sich aber natürlich auch mehr Material, so dass das doppeltes Mitführen der kleinen bis mittleren Grössen nicht verkehrt ist. Noch zur Seilwahl: 2x60m sind empfohlen. Mit 2x50m-Seilen reicht es in L6 möglicherweise im Aufstieg nicht, zum Abseilen wohl gerade so knapp. Und weiter unten sind dann noch 2 zusätzliche Abseilmanöver nötig. Hier unten erlaube ich mir die Publikation des Originaltopos der Erschliesser. Dieses ist wirklich sehr hilfreich und diese tolle Route hat mehr Begehungen verdient. Sonst findet man im Uri Excellence ein Fototopo, wo jedoch gewisse wichtige Details weggeneralisiert wurden.

Das Originaltopo der Erschliesser, vielen Dank für die tolle Arbeit!

Donnerstag, 21. März 2019

Chli Bielenhorn - Psychides (7a+)

Die Route Psychides in der Südwand am Chli Bielenhorn beim Furkapass ist eine Kreation der Remy-Brüder aus dem Jahre 1985. Im Jahr 2012 wurde sie mit neuem Material ausgerüstet, wobei einige Passagen mit zusätzlichen Bolts entschärft wurden. Seither erfreut sie sich wieder einer grösseren Beliebtheit, obwohl sie etwas im Schatten der benachbarten Sacremotion steht. Im Vergleich zu ihrer durchaus attraktiven Schwester ist sie nämlich spürbar anspruchsvoller, dafür aber hat mir die Kletterei in der Psychides noch besser gefallen.

Routenverlauf der Psychides (7a++) am Chli Bielenhorn, die orangen Punkte markieren die effiziente 2x60m-Abseilpiste
Kurz vor den Sommerferien 2018 ist uns eine alpine MSL vergönnt. Wir entscheiden uns für eine granitige Kletterei, unsere Diskussionen drehen sich erst um die Teufelstalwand. Ob dem sehr schönen und warmen Wetter fürchten wir jedoch etwas die dortige Hitze und entscheiden uns schliesslich für den Furkapass. Es ist ja nicht allzu oft der Fall, dass man im rauen Klima dort oben genussreich in legerer Kleidung klettern kann. Diese Gelegenheit wollen wir uns nicht entgehen lassen! Der Zustieg vom Sidelenbach (P.2280) zum Wandfuss ist uns wohlbekannt. Er umfasst rund 400 Höhenmeter und kostete uns 40 Minuten. Der Einstieg befindet sich direkt mittig unter der zentralen Südwand und ist mit "PSY" markiert - fixes Material ist hingegen auf den ersten 25m nur spärlich vorhanden. Um ca. 9:15 Uhr geht's los.

Super Ambiente kurz vor dem Einstieg - da kommt die Vorfreude aufs Klettern mehr als nur auf!
L1, 45m, 7a++: Nach einem noch relativ gemütlichen, aber doch nicht zu unterschätzenden Auftakt zum hohen ersten Bolt befindet man sich bald in einem breiten Riss. Dieser muss selbst abgesichert werden, dazu gilt es sich mit allen Regeln der Kunst festzuklemmen und in die Höhe zu schieben (rampf!). Die nächste Etappe startet nach dem Dachwinkel, wo der Riss nach rechts abbiegt. Ein kräftiger, psychisch anspruchsvoller Piaz muss durchgezogen werden. Er leitet nach dem nächsten Knick im Riss gleich über in die sehr harte Crux. Steil und trittlos müssen hier auf Gegendruck alle Kräfte mobilisiert werden, immerhin steckt wieder fixes Material in Form von BH. Mein Versuch auf Durchstieg scheitert ziemlich chancenlos... nach meinem Empfinden ist diese Passage mehr als 7a+, sie erfordert einen total unerschrockenen Piazhengst (oder -stute, natürlich ;-)). Schliesslich wird man dann in weniger steiles Gelände entlassen, wo es wieder besser dahingeht - mit einem nochmals längeren Sicherungsabstand zum Stand hinauf allerdings, damit's ein wenig aufregend bleibt.

Klare Linien in der anspruchsvollen L1, wieder einmal ein typischer Fall für den berühmt-berüchtigten Grad von 7a++.
Rückblick auf den Schlussabschnitt von L1 (7a++). Zuletzt ist die Kletterei einfacher, dafür ziemlich runoutig-aufregend.
L2, 40m, 6b: Kurzer Boulder rechtsrum, dann einfacher über eine Art Rampe hinauf. Die Crux folgt nach der Hälfte der Seillänge in Form einer heiklen Plattenstelle. Leider ist diese ungünstig abgesichert - wer's nicht drauf hat, knallt hier unweigerlich aus mehreren Metern Höhe auf das darunter liegende Band, da kann die Sicherungsperson noch so aufmerksam sein (expo!). Tief durchschnaufen, positiv bleiben und entschlossen durchziehen, anders geht's nicht. Als kleine Ermutigung vielleicht noch: es kommen dann schon ein paar Grifflein, wenn man den Auftakt gezogen hat und cool bleibt, wird man einen gefährlichen Sturz wohl vermeiden können. Zuletzt geht's wieder einfacher dahin - hier wurde im Zuge der Sanierung auch ein unnötiger Bolt angebracht, der unten besser investiert gewesen wäre...

Eine Sanierung wie aus dem Bilderbuch... verzinkter Einschlaganker mit Alteisen-Recycling-Lasche. Da es diesen Bohrhaken wegen vorhandenen, mobilen Möglichkeiten aber sowieso nicht zwingend braucht, kann man es an dieser Stelle für einmal verschmerzen...
Jonas folgt in der Crux von L2 (6b), einer ungünstig abgesicherten expo-Plattenstelle.
L3, 35m, 6a: Vom Stand links um die Ecke und athletisch in dieser hinauf. In der Folge muss man dann deutlich nach rechts halten - teilweise selbst abzusichernde, schöne Risskletterei wartet.

L4, 30m, 6c: Eine tolle Seillänge! Vom Stand nach rechts hinaus, den abstehenden Zacken bitte sorgsam behandeln. In feiner, technischer Wandkletterei an stumpfen Rissspuren will die optimale Lösung ausgetüftelt werden - dranbleiben, es geht schon! Die Absicherung hier tiptop mit Bohrhaken. Hat man diese Passage gemeistert, führt ein Riss einfacher nach links hinauf. Von einer Art Podest geht's dann zuletzt wieder kühn nach rechts hinauf. Die immer dünner werdende Rissspur muss selbst mit kleinen Cams oder Keilen abgesichert werden, von deren Ende warten recht kühne Wandkletter-Moves hinauf zum Stand - pretty committing!

Diese schöne Doppelbild-Sequenz zeigt das kühne Finish von L4 (6c)...

...von einem auslaufenden, dünnen Riss müssen kleine Crimper gekrallt und heftig auf der Platte angetreten werden, um dann mit einem entschlossenen Move auf bessere Griffe zu ziehen und in den Stand zu manteln. Der letzte BH befindet sich 10m unterhalb, zur Absicherung muss man hier zwingend auf kleine Cams oder Keile im Fingerriss vertrauen, die sich auch schon unter den Füssen befinden.
L5, 15m, 5c: Schöner und gemütlicher, aber dennoch nicht völlig banaler Quergang nach links zum gemeinsamen Stand mit der Perrenoud.

Jonas in L5 (5c). In Blickrichtung des Kletterers führt die Route "Die 3 blinden Mäuse" weiter, die Psychides hält nach links.
L6, 45m, 7a: Eine fantastische Seillänge, welche nach einem Auftakt in der leicht nach rechts ziehenden Verschneidung drei markante Passagen bereithält. Zuerst folgt ein Plattenboulder nach links, der ging mir mit etwas Dynamik tiptop auf. Danach folgt ein anhaltendes Stück in technischer Wandkletterei mit abgefahrenen Moves, das ging mir ziemlich am Limit auf, echt genial! Und zuletzt steht man dann noch vor einer etwas kühnen Piazschuppe, wo man zuerst selber legen muss und schliesslich nur der beherzte Schritt nach vorn zum Erfolg führt. Erst die letzten Meter sind dann gemütlich.

Da hat er gut lachen, an dieser Stelle sind die schwierigen, aber genial schönen Meter von L6 (7a) in der Tasche.
L7, 35m, 6b: Wenn man an dieser Stelle seinen Vorsteiger sichert, so turnt der auf den ersten Metern athletisch-gutgriffig herum und verschwindet dann aus dem Blickfeld. Man nimmt jedoch durchaus wahr, dass er sich zunächst direkt oberhalb befindet. Dort wartet eine plattige Linksquerung mit längerem Hakenabstand, wo ein Sturz unterhalb der Dachzone in der Gegend vom Stand enden würde, was eher weniger ratsam scheint. Die Kletterei ist an dieser Stelle jedoch nicht sonderlich schwierig. Weiter geht's mit einer athletischen Verschneidung, zuletzt dann einfacher zum Stand.

L8, 50m, 6a+: Nach einer ersten Wandstufe warten hier nochmals sehr schöne Riss- bzw. Piazmeter, die teilweise mobil abzusichern sind -  absolut toll! Mit der Zeit wird's dann ein wenig einfacher, bis man über eine Art Rampe den finalen Stand der Psychides auf einem Pfeilerkopf erreicht. Von dort könnte man Abseilen. Günstiger ist es jedoch, noch 15m weiter zum Ausstieg von Sacremotion und Perrenoud zu klettern (links-rechts-links), weil von dort eine sehr gute und effiziente Abseilpiste beginnt. Den Gipfel des Chli Bielenhorn hat man aber auch dort nicht erreicht. 

Der Akteur erreicht gerade den Pfeilerkopf, wo sich das offizielle Ende der Psychides befindet. 
Um rund 13.30 Uhr und damit nach 4:15h sehr vergnüglicher Kletterei sind wir beide am Top. Wie bereits im Blog über die Sacremotion beschrieben, lohnt es sich hier für einmal absolut, die 60m-Halbseile mitzunehmen. In 4 praktisch pfeifengeraden und ausgereizten Strecken mit teilweise routenunabhängigen Ständen erreicht man nämlich sehr zügig wieder den Einstieg, während mit 50m-Halbseilen 7 etwas umständliche Manöver fällig sind. So dauert es dann nur 20 Minuten, bis wir retour am Wandfuss sind. Wir nehmen einen verspäteten Zmittag ein und während Bedingungen und Tageslicht noch das Klettern einer weiteren Route zulassen würden, so ist dies aufgrund unserer Verpflichtungen daheim leider nicht möglich. So wandern wir durch die schöne Berggegend retour an die Passstrasse und cruisen beglückt durch das schöne Erlebnis nach Hause.

Das Klima am Furkapass ist rau, aber wenn's schön ist, ist's schön! Im Blick die Schwemmebene vom Sidelenbach.

Facts

Chli Bielenhorn - Psychides 7a++ (6b obl.) - 8 SL, 300m - C. & Y. Remy 1985/2012 - ****;xxx
Material: für Abseilen 2x60m-Seile ideal, 12-14 Express, Camalots 0.2-2, Keilset

Top Granitkletterei durch die Südwand am Chli Bielenhorn, welche sowohl in Punkto Schönheit und Anspruch sogar noch oberhalb der vielgerühmten Sacremotion einzuordnen ist. Die Schwierigkeiten befinden sich ziemlich homogen im Bereich 6bc mit einem etwas schwierigeren Abschnitt in L6 und der herben Piazstelle in L1. Für jene sollte man in diesem Stil geübt, psychisch parat und darüber hinaus auch gut aufgewärmt sein, ansonsten (und womöglich auch dann) passt der offizielle Grad von 7a+ hier ganz sicher nicht. Mit Verwendung der dort steckenden Bohrhaken und etwas Trickserei an mobilen Sicherungen geht diese Stelle auch technisch. Ein kleiner Wermutstropfen zwar, aber für den tollen Rest der Route ist das in Kauf zu nehmen. Seit der nicht überall restlos geglückten, aber insgesamt doch begrüssenswerten Sanierung 2012 ist die Route v.a. an den Schlüsselstellen gut abgesichert. Diverse einfachere Teilstücke (bis ca. 6b) sind mobil abzusichern, andere erfordern aber auch beherztes Steigen über der letzten Sicherung. Mitnehmen sollte man auf jeden Fall Cams von 0.2-2 (0.3-1 evtl. doppelt), ein Keilset kann man ebenfalls gut einsetzen. Wie im Haupttext bereits erwähnt, ist das Abseilen mit 2x50m möglich, mit 2x60m jedoch viel angenehmer/schneller.

Topo

Ein Topo und weitere Informationen findet man z.B. im Extrem Ost, oder auch im SAC-Führer Urner Alpen 2. Die hier abgebildete Topo-Skizze von Paolo & Sonja ist exzellent und gibt den Routenverlauf exakt wieder, nur die Schwierigkeitsangaben stimmen nicht überall mit jenen im Extrem Ost überein. Ich habe zusätzlich noch die Position der Abseilstände eingefügt.

Topo von paolo-sonja.net. Route 1 = Sacremotion, Route 2 = Psychides

Donnerstag, 3. September 2015

Chli Bielenhorn - Sacremotion (7a)

Noch nicht oft war ich bisher am Chli Bielenhorn zu Gange, obwohl es sich dabei in Sachen Granitklettern um einen der besten Spots in der Schweiz handelt. Einerseits lässt eben das raue Klima am Furkapass das Klettern nur an richtig schönen und warmen Tagen zu. Andererseits sind dann aber die dortigen Routen mit ihren 3-8 Seillängen wiederum eher kurz für wettersichere Hochdrucktage. Insgesamt ist das Chli Bielenhorn bestimmt ein ideales Ziel für Spätsommer und Herbst. Nun denn, auch wenn es erst Ende August war, für dieses Mal passte eine Route am Chli Bielenhorn perfekt ins Schema. Eine offensichtliche Wahl ist die im zentralen Wandbereich angesiedelte Sacremotion der Remy-Brüder, im Extrem Ost mit der Höchstnote von 5 Sternen ausgezeichnet.

Das Chli Bielenhorn am Furkapass. Unsere Route Sacremotion führt wenig rechts der Gipfefallinie hinauf...
Im Vorfeld fragte ich mich durchaus, ob es denn Ende August bei Maximaltemperaturen von 30 Grad im Flachland nicht etwa zu warm wäre, um an der auf 2700m gelegenen Südwand zu klettern.  Da die Route aber sonst so perfekt ins restliche Anforderungsprofil passte, entschieden wir uns trotzdem für einen Versuch. Und dies völlig zu Recht: den ganzen Tag konnte man genussreich in Shorts und T-Shirt klettern, es war nie drückend oder lähmend heiss. Dazu der wolkenlose Himmel, der weite Ausblicke ins Gotthardgebiet zuliess, ein absoluter Traumtag! Auch wenn sich an einem solchen Tag natürlich höhere Ziele hätten realisieren lassen oder man auch in einer Nordwand hätte antreten können, so bin ich doch sehr froh, die Sacremotion nicht bei marginalen Wetterbedingungen zähneklappernd oder mit benebeltem Ausblick geklettert zu haben.

...und zwar genau hier. Mit oranger Farbe sind übrigens die Irniger-Stände der sehr praktischen 2x60m-Abseilpiste markiert.
Bei der elterntypisch eher späten Anreise hatten wir uns die begehrten Strassen der Alpentransversale bereits mit etlichen anderen Verkehrsteilnehmern zu teilen - vor allem auch mit den Radsportlern des Alpenbrevets. So an einem Tag rasch 5 Pässe, 276km und über 7000hm klopfen, da sind wir Kletterer doch richtige Schöggeler dagegen. So wurde es schliesslich nach 11.00 Uhr, bis wir bei Sidelenbach P.2280 aufbruchbereit waren. Von dort folgt man dem Weg in Richtung Sidelenhütte bis auf 2470m. Unmittelbar dort, wo der offizielle Weg wieder nach links über den Bach quert, geht rechts eine gute Steigspur ab, welche einen direkt unter die Wände des Chli Bielenhorn führt. Nach rund 45 Gehminuten trafen wir am Einstieg ein. Es herrschte ziemlich Betrieb, u.a. waren in RoRu, Perrenoud und Psychides Seilschaften engagiert und auch in der Sacremotion war bereits ein Team am Werk. Wir gönnten uns eine kurze Pause und stiegen wenige Minuten nach 12.15 Uhr ebenfalls ein.

L1, 40m, 6c: Man quert von links her ein, und gleich geht's los mit einem kniffligen Schritt am noch seichten Riss. Entschlossen will eine Untergriffschuppe gepackt werden, dann darf man nicht rumtämpelen, sondern muss gleich den abschüssigen Tritten vertrauen und im Piaz durchziehen. Nach etwa 10m lässt es etwas nach, eine Rechtsquerung an guten Griffen folgt. Der zweite Teil der Seillänge bietet dann sehr schöne Splitter Cracks und ist etwas einfacher (ca. 6b), hier muss man zwischen den Bolts auch noch 1-2 Sicherungen selber platzieren.

Herausragend schöne Granit-Risskletterei in L1 (6c).
L2, 35m, 7a: Nach ein paar einfachen Metern auf den Pfeiler hoch und dann folgt gleich die Crux, eine 2m-Linksquerung ohne viel Struktur. Mich hat es ziemlich an die Crux vom Prachtsexemplar erinnert. Ganz ausgestreckt lässt sich zwar links aussen ein Griff fassen, die Position aber wieder aufzulösen ist das Problem, auch wenn man gross ist. Irgendwie halb kontrolliert mache ich das, gehen tut's trotzdem. Ist man einmal drüben, so kämpft man erst auch noch in der etwas trittarmen Verschneidung. Bald geht's aber besser dahin, bis es zum Ende der Seillänge nochmals steiler wird und eine knifflige Stelle an einem dünner und dünner werdenden Riss wartet.

Ein bisschen einfacheres Gelände im Mittelteil von L2 (7a), die schwersten Stellen sind am Anfang und am Schluss.
L3, 25m, 6b: Erst wird links vom Pfeiler geklettert (dabei aber nicht in die Krampfader abdriften!), um diesen dann nach 7m nach rechts zu queren (BH). Auf der Ostseite dann eine lustige Hangelquerung an kleinen Leisten - wie daheim am Griffbrett. Als nächstes dann eine steile Piazverschneidung, bevor es neuerlich rechts um die Ecke an einem stehenden Obelisken vorbei, bzw. über einen liegendes Exemplar hinweggeht. Nachdem die vorangehende Seilschaft den engen und sehr unbequemen Stand 10m höher oben in der Verschneidung noch beansprucht, mache ich am Obelisken (plus BH) Stand - sehr zu empfehlen, auch wenn der richtig Stand frei ist!

Der steile Piazriss von L3 (6b). Es ist wie immer, dran glauben, durchziehen und nicht zögern, dann geht's.
L4, 45m, 6c+: In sehr schöner und abwechslungsreicher Turnerei geht es nun die steile Verschneidung hinauf, dabei wird es stets etwas anspruchsvoller. Die Risse haben angenehm scharfe Kanten, so lässt es sich gut piazen, dazwischen sind auch noch 2-3 Sicherungen selber anzubringen. Als Schlussbouquet geht's dann links um die Ecke herum auf die goldene Reibungsplatte. Früher steckten hier nur 2 BH und man sprach von einer 7a+. Im Zuge der Nachrüstung im Jahr 2007 sind dann 2 weitere BH nachgewachsen, seither klettert sich die Stelle bestimmt entspannnter und wird nur noch als 6c+ gehandelt... während man sich im ersten Teil der Platte noch an ein paar Leisten bedient, sucht man im zweiten Teil entschieden den griffigen Riss links aussen. Ich für meinen Teil bin der Meinung, dass ich im Granit auch schon schwerere 6b's geklettert habe, aber zu fest wollen wir die Bewertung dann auch nicht dumpen.

Die Platte am Ende von L4 (6c+) stellt die Crux dieser Länge dar. Seit der Sanierung nun gut abgesichert.
L5, 40m, 6a: In einem leichten Linksbogen geht's den zahlreich steckenden BH entlang, mich dünkte die Linie dabei etwas unlogisch. Auf jeden Fall ertappte ich mich prompt dabei, gerade hinauf den Rissen entlang klettern und absichern zu wollen wie ich mir Gewahr wurde, dass ich links prompt schon zwei Bohrhaken übersehen hatte. So können hier die Klemmgeräte komplett am Gurt bleiben.

Gemütliche und vergnügliche Kletterei in L5 (6a).
L6, 40m, 6a: Gerade hinauf entlang von steilen, aber gutgriffigen Rissspuren. Wirklich kurzweilige Kletterei, am Schluss dann auch etwas weiter gesichert, Klemmgeräte braucht's aber trotzdem nicht unbedingt. Der Stand dann gemeinsam mit der Perrenoud auf einer grossen, sandigen Terrasse.

Kurzweilige, lässige und nun wieder steilere Risskletterei in L6 (6a).
L7, 40m, 6a: Es geht nach links auf ein Podest hinauf um die Kante. Ich fummle wieder einmal nach einem passenden Cam, vom Standplatz kommt erneut der Hinweis, dass ich stattdessen auch bequem den BH bei meiner linken Schulter klippen könne. Ja mei, in einer Remy-6a erwartet der Autor eben nicht so viele Bolts... Am danach folgenden, steilen Piazriss muss man dann hingegen für 6a nochmals richtig entschlossen "wollen". Danach ein paar einfache Meter, den v-förmigen Kamin links ansteuern, diesen hoch und rechts um die Ecke zum Ausstiegsstand.

Zum Schluss kommen noch ein paar alpine Klemmtechniken zum Einsatz. Ende der Route - L7 (6a).
Es ist inzwischen 16.45 Uhr, die vergnügliche Kletterei hatte uns während 4:30 Stunden bestens unterhalten, mich persönlich jedoch nicht wirklich an die Grenze gebracht. So konnte ich eine komplette Flash-Begehung realisieren, sicherlich ein Indiz dafür, dass die Bewertungen hier für Granit-, Remy- und 1989er-Verhältnisse für einmal recht grosszügig ausgefallen sind. Wenn man das jetzt z.B. mit der ähnlich bewerteten Lancelot an den Wendenstöcken vergleicht... andere Welt. Nachdem uns schon auf der ganzen Route sehr bequeme Standplätze immer wieder die Tief- und Rundblicke hatten geniessen lassen, verweilen wir nicht mehr lange am Top und fädeln die Seile. Wie auf anderen Internet-Seiten schon zu lesen ist, sind hier 2x60m-Seile äusserst praktisch. So erreicht man in 4 praktisch pfeifengraden Strecken mit minimaler Verhängergefahr wieder den Boden. Benutzt werden dabei ausschliesslich routenunabhängige Irniger-Stände, siehe Topo. Mit 50m-Stricken geht das hingegen nicht so einfach, da sind dann tatsächlich 7 Abseilmanöver fällig. So sind wir nach nur 20 Minuten wieder am Einstieg. Rasch heim zu den Kindern lautet die Devise, so machen wir uns umgehend an den Rückmarsch, froh darüber einen solch tollen Tag in den Bergen genossen zu haben.

Team in der benachbarten Psychides (7a+), gemäss Hans' Bericht auch eine schöne Route.

Facts

Chli Bielenhorn - Sacremotion 7a (6b obl.) - 7 SL, 265m - C. & Y. Remy 1989 - ****;xxxx
Material: 12 Express, Camalots 0.3-2, 2x60m-Seile zum Abseilen empfehlenswert

Sehr schöne Route in einem sauberen, orangefarbenen Granit. Geboten werden einem abwechslungsreiche Moves mit ein paar Wandstellen, einigen Splitter Cracks zum Jammen und vielfach Piazkletterei an griffigen Rissen und Verschneidungen. Die Route ist sehr gut mit Bohrhaken ausgerüstet, nicht alle davon wären neben gut selber abzusichernden Rissen zwingend nötig, manche sind dann aber doch +/- unverzichtbar. So sind nur vereinzelt Klemmgeräte zur Ergänzung zu platzieren, kühne Kletterer könnten sogar ganz ohne solche Gerätschaften auskommen. Ich persönlich empfand ein Set Camalots von 0.3-2 als gut ausreichend, Keile und insbesondere den Camalot 4 wie im Bericht auf Camptocamp angegeben fand ich definitiv unnötig. Die Bewertungen sind nach meinem Empfinden für eine Granitroute aus dieser Generation überraschend gutmütig ausgefallen, passt aber schon ;-) Für das Prädikat Weltklasse und damit eine 5-Sterne-Bewertung ist mir die Route etwas zu kurz und einfach zu wenig aussergewöhnlich. Trotzdem handelt es sich natürlich um eine sehr lohnende Unternehmung.

Topo

Ein Topo und weitere Informationen findet man z.B. im Extrem Ost, oder auch im SAC-Führer Urner Alpen 2. Die hier abgebildete Topo-Skizze von Paolo & Sonja ist exzellent und gibt den Routenverlauf exakt wieder. Ich habe zusätzlich noch die Position der Abseilstände eingefügt.

Topo von paolo-sonja.net. Route 1 = Sacremotion, Route 2 = Psychides