Zum Appetit machen, insbesondere weil es beim Bohren viel Freude gemacht und tolle Bilder gegeben hat, hier einige Eindrücke von meinem aktuellen MSL-Projekt. Ich schreibe jetzt mit Absicht nicht, wo sich die Route befindet. Das Auge des Kenners wird die Wand aber rasch identifizieren und auch das Finden der Tour an dieser Wand ist nicht die grosse Herausforderung, zumal sie auch entsprechend angeschrieben ist. Trotzdem oder gerade dennoch möchte ich bitten, die Route noch nicht zu klettern, bis sie fertig eingerichtet und für Wiederholer freigegeben ist. Man wird es an dieser Stelle schon rechtzeitig lesen, wenn es denn soweit ist.
Von Dani habe ich bezüglich dem Erstbegehen eines gelernt: wenn es ein Dach gibt, dann muss die Route drüber hinweg ;-)
Weiter oben, nun im Vortrieb am Setzen des zweiten BH in L4. Fels wie Spritzbeton, einfach super!
Für einmal zuerst ein paar Bilder, bevor dann in den nächsten Tagen auch der Text dazu folgt. Die heissen Pfingsttage 2014 boten sich für eine Flucht ins Hochgebirge an. Nun ja, dass sich ein Trip nach Chamonix bei bestem Bergwetter immer lohnt, ist ja nichts neues. Aber seht selbst :-)
Zur Abwechslung mal einige bewegte Bilder vom Sportklettern! Mir ist schon klar, dass ich sicher derjenige bin, der am meisten Spass am folgenden Video hat (Tipp: in Youtube auf HD anschauen!). Aber man muss es sich ja nicht ansehen, wenn man nicht will. Es zeigt in 5 Minuten die Begehung der Route Pilates (7c) im Sektor Rumpelkammer im Klettergarten Bürs, der sich im österreichischen Vorarlberg befindet. Lässige Kletterei in gutem Konglomeratgestein mit Löchern und Leisten findet man dort. Gerade in der Rumpelkammer wähnt man sich beinahe im Frankenjura!
Unser Besuch war von einem gewissen Hintergrundlärm übermalt. Immer Ende Mai findet SA/SO in der Bürser Schlucht ein Jagdschiessen statt. Leider wussten wir das nicht im Vornhinein, es gehörte eigentlich in den Kletterführer reingeschrieben. Als wir ankamen, da war der Zugang abgesperrt, ein Schild mit der Aufschrift Jagdschiessen, kein Zutritt zur Schlucht, Lebensgefahr war zu lesen. Hatten wir die Anreise vergebens gemacht? Nein, der Zugang zum Klettergarten wurde gewährt, und dort war dann nur das Gehör in Gefahr. Die ständige Knallerei trug logischerweise nicht eben zum gemütlichen Ambiente bei. Doch irgendwie ist auch noch erstaunlich, dass man zwar bei den ersten Schüssen vor Schreck noch beinahe von den Griffen abfiel. Mit der Zeit setzt aber eine Gewöhnung ein, so dass man sie fast nicht mehr wahrnahm und sich schon beinahe wie zuhause fühlte ;-)
Das Video habe ich natürlich auch nicht in erster Linie gemacht, um es auf dem Internet zu posten, sondern für die Analyse meines Kletterstils. Immerhin sehe ich mich selbst ja ziemlich selten beim Klettern... Ich begehe die Route übrigens im zweiten Go, und während ich die Sequenz im unteren Teil ganz vernünftig im Griff hatte, musste ich oben dann ziemlich improvisieren, weil es so wie ich eigentlich wollte nicht ging. Charakteristisch ist sicher mein eher langsamer, kontrollierter und statischer Kletterstil. Aber ich komme halt nur auf einen grünen Zweig, wenn ich mein Gewicht sauber auf die Füsse stellen kann. Mit langen Gliedern und vergleichsweise wenig Kraft bleibt da nicht viel anderes übrig. Übrigens, die Tritte gerade im unteren Teil sind oft ziemlich schlecht, die Füsse scheinen aber oft wie angegossen zu sitzen. Das war für mich doch eine erfreuliche Erkenntnis.